Der diesjährige „Urlaub ohne Koffer“ stand im Zeichen der zauberhaften Geschichten.

Was war Ihre liebste Märchenfigur? Wenn Sie selbst eine sein dürften – welche würden Sie wählen? Und warum gerade diese? Mit solchen Fragen begaben sich die Gäste des diesjährigen „Urlaub ohne Koffer“ schon am ersten Tag auf eine Reise durch ihr Leben, bis weit zurück in die Kindheit. „Als das Wünschen noch geholfen hat“, war das Motto des fünftägige Angebots von Evangelischem Verein und Evangelischer Kirchengemeinde.

 

Anregung für Seele, Geist und Körper

Mit einem geistlichen Impuls von Pfarrer:innen und Diakonen begann jeder Tag, auf den ein Bewegungsangebot folgte, bevor nach dem Körper auch das Gedächtnis trainiert wurde. Da schon spielten die Märchen in Rätseln und Quizfragen eine große Rolle, wie auch bei den anderen Spiel- und Gesprächsrunden oder einfach auch einmal wie früher beim Vorlesen.

Vor allem aber stand die gemeinsame Zeit im Vordergrund, bei Tisch, in der Mittagspause unter den Kastanien im Innenhof, bei den Ausflügen an den Max-Eyth-See und auf das ehemalige Gartenschaugelände in Plochingen. Ermöglicht wurde diese Gemeinschaft durch viele emsige Ehrenamtliche, die gemeinsam mit Diakonin Ursula Bolle das Programm vorbereitet und die Räume märchenhaft dekoriert hatten. Sie sorgten für die Transfers von und nach zuhause, leiteten die Übungen und Spiele an, brachten Mittagessen, Kaffee und Kuchen und auch ein abendliches Vesper auf die Tische, boten den Arm beim Spazieren an oder nahmen sich einfach die Zeit für ein Schwätzchen.

Verwöhnt werden und Zeit für Gespräche

Hildegard Linz, die zum ersten Mal teilnahm, schätzte vor allem die Gemeinschaft – und dass sich die Gäste einfach an den gedeckten Tisch setzen durften. „Wir werden von allen hier so liebevoll umsorgt, das ist wie ein Jungbrunnen, man lebt richtig auf!“ Auch das abwechslungsreiche Programm hat ihr sehr gut gefallen. „Es war von allem und für alle etwas dabei. Eine wunderbare Woche!“ schwärmt sie. Neu im Kreis der Gäste war auch Hilde Tadix. „Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie der Urlaub ohne Koffer abläuft und ich bin so positiv überrascht! Man trifft alte Bekannte und lernt neue Leute kennen, das ist toll. Vor allem, dass man sich mal wieder unterhalten kann, das genieße ich sehr. Schon auf der Fahrt morgens lachen wir viel – absolut spitze!“

Gemeinschaft erleben – als Gäste wie als Ehrenamtliche

Auch die Ehrenamtlichen genossen die gemeinsame Zeit. „Zu sehen, wie gut es den Gästen hier geht, wie sie regelrecht aufblühen, das berührt mich sehr. Dazu trage ich sehr gerne meinen Teil bei“, sagt Birgit Quirner. „Für mich war es völlig klar, dass ich wieder mitmache. Auch wenn ich abends müde ins Bett falle: Was ich hier gebe, bekomme ich vielfach zurück.“

Sie lobt den Zusammenhalt auch unter den Ehrenamtlichen. „Alle geben ihr Bestes, um die Gäste zu verwöhnen und ihnen eine Abwechslung zum Alltag zu verschaffen.“ Diese Ansicht teilt auch Diakonin Ursula Bolle, bei der im Hintergrund die organisatorischen Fäden zusammenlaufen. „Die Gemeinschaft, die der Gäste untereinander, aber auch mit den Ehrenamtlichen, ist das Wertvollste, was wir in dieser Woche im Reisegepäck haben“, resümiert sie nach fünf angefüllten Tagen. „Mit diesem engagierten Team und der fröhlichen Gästeschar geht man gerne auf Reisen – auch wenn man dafür im Flecken bleibt.“

Ein kleines Souvenir für zuhause gab es natürlich auch, passend zum Rahmen-Thema: ein Fläschchen Wein und einen kleinen Kuchen – als „Rotkäppchen-Diät“. Der Rückblick nach der Bilderschau am Freitagnachmittag fiel durchaus wehmütig aus. Doch – „so Gott will und wir leben" – ist man eigentlich schon für den nächsten Sommer wieder verabredet. Das Motto dann? Das steht noch nicht fest. Aber es liegt schon was in der Luft – Musik...

Bei uns daheim

Die hier veröffentlichten Artikel wurden von Vereinen und Gemeinden, Schulen und Kindergärten, Kirchengemeinden und Initiativen verfasst. Die Artikel wurden von unserer Redaktion geprüft und freigegeben. Für die Richtigkeit aller Angaben übernehmen wir keine Gewähr.