Fellbach Einfach gut: Das weltberühmte dänische Design

Dänisches Design im Stadtmuseum Fellbach: Der Teller Royal Copenhagen von Karen Kjaelgard-Larsen und der Panton Chair von Verner Panton Foto: Hartung

Das Stadtmuseum in Fellbach präsentiert in den kommenden Monaten herausragende Design-Erfindungen aus dem südlichen skandinavischen Land.

Der alle drei Jahre stattfindende Europäische Kultursommer in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) hat bei seiner jetzt anstehenden 14. Ausgabe die drei nordischen Königsländer Schweden, Norwegen und Dänemark zu Gast. Dem südlichsten der drei skandinavischen Länder, nämlich Dänemark, ist ein Schwerpunkt im Stadtmuseum Fellbach in der Hinteren Straße gewidmet.

 

Genauer: Es geht um das weltweit bekannte dänische Design. An diesem Sonntag, 10. Mai, eröffnet Fellbachs Kulturamtsleiterin Maja Heidenreich um 15 Uhr die Sonderausstellung zu diesem Thema im nur 100 Meter vom Rathaus entfernt gelegenen Fachwerkbau an der Hinteren Straße. Zur Feierstunde erwartet die Gäste ein kurzweiliges Programm aus einführenden Worten, schwungvoller Musik und kleinen dänischen Köstlichkeiten vom Verein Kreativ Handeln.

Ein Film über das Leben in Dänemark

Eigens für die Eröffnung aus dem hohen Norden nach Fellbach angereist kommt die vielfach prämierte Schauspielerin Lisa Riesner. Die im Fellbacher Stadtteil Oeffingen aufgewachsene 34-Jährige hat viele Jahre in Dänemark gelebt und kann hintergründig und amüsant über die nordische Lebensweise berichten. Für die Ausstellung hat sie gemeinsam mit dem Fellbacher Fotografen Peter Hartung einen Film über die Menschen und das Leben in Dänemark gedreht.

Das Stadtmuseum zeigt eindrucksvolle dänische Designklassiker aus der großen Ära der 1960 und 1970er Jahre. Zu sehen sind stapelbare Gläser oder bunte Kindermöbel, dazu die in jahrelanger Bastelarbeit entstandenen blendfreien Lampenschirme von Poul Henningsen. Es gibt den Konserven-Dosenöffner in Haifisch-Anmutung und den Ant Chair, das Original mit drei Beinen, das „einem Frauenkörper, genauer einer Taille einer Frau nachempfunden ist“.

Oder das bis heute zukunftsweisend wirkende, minimalistische Besteck aus dem Jahr 1957 von Arne Jacobsen, das 1968 in Stanley Kubricks Film-Klassiker „2001: Odyssee im Weltraum“ Berühmtheit erlangte – „aber essen können Sie damit eigentlich nicht“, sagt Teutrine schmunzelnd.

Der Panton Chair aus Kunststoff von Verner Panton, erstmals entworfen 1958, war der erste aus einem Stück gefertigte Vollkunststoff-Freischwingerstuhl – Panton benötigte viele Versuche, um den Stuhl aus einem Guss hinzubekommen.

Die Ausstellung basiert auf dem dänischen Kinderbuch-Klassiker „The Little Book of Danish Design“ der Textildesignerin Marie Hugstedt, erschienen im Kopenhagener Strandberg Verlag. Teutrine: „Es geht uns in der Ausstellung um eine Annäherung an die nordischen Gesellschaften, in denen gutes Design kein Luxus für wenige Menschen, sondern ein Grundrecht für alle sein soll.“ Gute Dinge sind dort ein selbstverständlicher Teil des täglichen Lebens – den Dänen geht es nicht nur um Möbel und Accessoires, sondern auch um ein Lebensgefühl.

Ein Zimmer in der Villa Kunterbunt

Zum Rahmenprogramm der Präsentation gehören Vorträge, Lesungen, Führungen und Workshops für Erwachsene wie auch für Kinder – so am Freitag, 15. Mai, unter dem Motto „Ein Zimmer in der Villa Kunterbunt“, bei dem ein Miniatur-Puppenzimmer aus Recyclingmaterial gebaut wird.

Die Fellbacher Einzelhändlerin Susanne Zerweck-Locher wiederum lädt für Dienstag, 19. Mai, um 19 Uhr zu einer besonderen Feierstunde in das Ladengewölbe ihres Haushaltswarenladens ein. Dort stellt sie mit Ursula Teutrine wegbereitende Produkte unter dem Titeln „Skandinavisches Design im Alltag“ vor. Kostenlose Karten hierfür gibt’s beim i-Punkt im Rathaus.

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