Fellbach: Sport-Ass 2024 Ein mehr als nur verdienter Sieg

Fellbachs Oberbürgermeisterin Gabriele Zull (rechts) gratulierte allen anwesenden Sportlerinnen und Sportlern bei der Bekanntgabe der Sport-Ass-Wahl 2024, die es unter die zehn Nominierten geschafft hatten. Von links: Nicole Müller (Bogensport, 6. Platz), Matthias Fischer (Handball, 3. Platz), Joshua Stallbaum (Leichtathletik, 2. Platz), Tim-Florian Nagel (Sport-Ass der Herzen), Yannick Zeitvogel (Tennis, 1. Platz) und Julian Hillmer (Skispringen, 4. Platz). Foto: Gösta Huppenbauer

Yannick Zeitvogel vom TEV Rot-Weiß Fellbach gewinnt mit großem Abstand die Wahl zum Sport-Ass des Jahres 2024. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Leichtathlet und Vorjahressieger Joshua Stallbaum sowie Matthias Fischer von den Handballern des TSV Schmiden.

Das Wahlergebnis war eindeutig. Mit 542 von abgegeben 1869 Stimmen hat Yannick Zeitvogel vom TEV Rot-Weiß Fellbach die Sport-Ass-Wahl 2024 gewonnen. Auf dem zweiten Platz unter den zehn zur Auswahl gestandenen Sportlerinnen und Sportlern landete der Vorjahressieger Joshua Stallbaum von der Leichtathletik-Abteilung des TSV Schmiden mit 302 Stimmen. Dritter wurde der Schmidener Handballer Matthias Fischer, der 285 Stimmen auf sich vereinte. Die Laudationen im kleinen Saal des Rathauses hielt am vergangenen Donnerstagabend die Oberbürgermeisterin Gabriele Zull und überreichte hernach auch die Urkunden und Geldpreise an die drei Sieger.

 

Tim-Florian Nagel ist das Sport-Ass der Herzen

Nachdem die Entscheidungsträger der Stadt wegen klammer Kassen beschlossen hatten, die große Sportlerehrung nur noch alle zwei Jahre stattfinden zu lassen, freute sich die OB, dass die Sport-Ass-Wahl ebenso wie die Wahl zum Sport-Ass der Herzen – diesmal hatte sich die Jury für Tim-Florian Nagel von den Fußballern des SV Fellbach entschieden – weiterhin jedes Jahr stattfinden soll. Und sie dankte dabei auch ihrem Vorgänger Christoph Palm, der nach einer längeren Pause die Wahl 2008 wieder hatte aufleben lassen. „Das hat er wirklich gut gemacht“, sagte sie in ihrer Ansprache.

Sportgymnastinnen nicht unter den Top fünf

Die Feier fand zwar im kleinen Rahmen statt (die Nominierten durften nur eine Begleitperson mitbringen), feierlich war sie dennoch und von Marina Hoffstadt vom Amt für Bildung, Jugend, Familie und Sport sowie Julia Küstner von der Onlineredaktion der Stadt bestens organisiert und vorbereitet. Nachdem die beiden im Schnelldurchlauf noch einmal auf sehr unterhaltsame Weise alle Kandidatinnen und Kandidaten sowie deren Erfolge in 2024 vorgestellt hatten, war zunächst die Spannung groß und anschließend die Freude bei den drei Siegern ebenso. Zumal diese einvernehmlich nicht gedacht hätten, dass sie die Sportgymnastinnen Darja Varfolomeev, immerhin Olympiasiegerin in Paris, sowie Margarita Kolosov (Vierte in Paris) hinter sich lassen könnten. Doch beide Top-Gymnastinnen schafften es mit ihren Stimmen erneut nicht unter die Top fünf.

Zeitvogel dankt auch seinen Teamkollegen

Dass Yannick Zeitvogel 29 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte, war derweil dem Engagement vieler TEV-Mitglieder sowie dem Herren-Teamsponsor „Cool and Call“ zu verdanken. Alle hatten die Nominierung Zeitvogels auf verschieden Kommunikationskanälen gepostet, wo sie oft „repostet“ wurde. „Das ging durch die Decke“, sagte Yannick Zeitvogel, der daraufhin sogar Nachrichten seiner ehemaligen College-Mitstudenten aus Indianapolis bekam, die wissen wollten, was es denn mit dieser Wahl auf sich hätte. Letztlich ging der Dank des Siegers auch an seine Teamkollegen, mit denen er im vergangenen Sommer den Aufstieg in die Württembergliga geschafft hat. „Tennis ist zwar ein Einzelsport, aber mit den Mitspielern wird er erst zu einem richtigen tollen Mannschaftssport.“

Wie die Mutter so der Sohnemann

Gestrahlt beim abschließend gemütlichen Ausklang mit Sekt, Softgetränken und Fingerfood – die Catering-Schülerfirma der Wichernschule hatte wieder ganze Arbeit geleistet – hat außer Stabhochspringer Joshua Stallbaum, der nach seinem Coup 2023 erneut den Sprung aufs imaginäre Podest geschafft hat, auch Matthias Fischer. Und das nicht nur, weil er bei seiner Sport-Ass-Premierennominierung Dritter geworden war, sondern vor allem, weil er es damit seiner Mutter gleicht tat. Annette Fischer, seinerzeit feste Größe bei den Regionalliga-Handballerinnen des TSV Schmiden, hatte 1993 ebenfalls zu den Auserwählten gehört und wie ihr Sohn jetzt 22 Jahre später den Sprung auf den dritten Platz geschafft. Zum Sport-Ass war damals übrigens die Sportgymnastin Magdalena Brzeska gewählt worden. Auf dem zweiten Platz landete die Bogenschützin Marion Wagner.

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