Fellbacher Band auf Erfolgskurs Deutsch-Pop ist für Matu kein Schimpfwort

Von Nicole Lemberg 

Die vor allem über die Streaming-Plattform Spotify bekannt gewordene Fellbacher Band will sich im Musikmarkt etablieren.

Die Mitglieder des Fellbacher Quintetts bekennen: „In Matu stecken wir unsere ganze Energie.“ Foto: privat
Die Mitglieder des Fellbacher Quintetts bekennen: „In Matu stecken wir unsere ganze Energie.“ Foto: privat

Fellbach - Es ist Freitagmorgen, 11 Uhr. Fünf junge Männer stehen vor einer verschlossenen Tür, direkt unter der Fellbacher Bar Court 102. Was auf den ersten Blick wie ein Kellerabteil wirkt, ist in Wirklichkeit der Proberaum der Band Matu. Heute wollen sie neben ihren alten Songs auch neue Stücke proben. Lieder, die es vermutlich auf das erste Matu Album schaffen werden. Bis die ersten Töne gespielt werden können, müssen die Jungs einiges an Technik und Material aufbauen. Instrumente werden eingestöpselt, Kabel ausgerollt und das Mischgerät eingestellt. Dann geht es los. Die Bandmitglieder sind konzentriert bei der Sache. Trotzdem necken sie sich, machen Witze und lachen viel.

Der Auftritt beim Fellbacher Herbst – ein Meilenstein für die jungen Künstler

Max Wernick, Mario Simic, Thomas Brandt, Daniel Pflum und Timo Frey bilden die Fellbacher Popband. 2012 traten sie erstmals unter dem Namen Matu auf dem Fellbacher Herbst auf – ein Meilenstein für die jungen Künstler. Dort spielten sie ihren ersten eigenen Song „Fellbach bei Nacht“. Mittlerweile haben die fünf Musiker ihre erste EP „Bessere Tage“ mit sechs eigenen Stücken auf der Musikstreaming-Plattform Spotify veröffentlicht.

Seit ihren Anfängen hat sich der Sound der Band verändert. Die Lieder sind reifer und persönlicher geworden. „Mit jedem Song wird man besser“, sagt Sänger und Gitarrist Mario Simic. „Und mittlerweile haben wir unseren eigenen Stil entwickelt.“ Nachdem sie alle anfangs verschiedene Vorstellungen hatten, haben sie in der deutschen Popmusik den gemeinsamen Nenner gefunden – und stehen stolz dahinter. „Für uns ist Deutsch Pop kein Schimpfwort“, erklärt E-Gitarrist Thomas Brandt. „Man produziert nicht nach einem bestimmten Schema einen Hit nach dem anderen, sondern kann trotzdem eine persönliche Note einbringen.“

Die Jungs wissen, sie wollen die Musik zum Beruf machen

Matu ist für die Jungs längst kein Hobby mehr. Für alle war bereits früh schon klar, Musik zum Beruf zu machen. Sie richteten ihr Studium gezielt in diese Richtung. Heute versuchen sie sich mit Nebenjobs und Coverbands über Wasser zu halten. „In Matu stecken wir unsere ganze Energie und Leidenschaft“, sagt Keyboarder und Sänger Max Wernick. „Alles andere dient nur dazu, Geld zu verdienen.“

Neben dem ersten eigenen Album, das nächstes Jahr erscheinen soll, verfolgen die Fünf noch ein viel größeres Ziel. Sie wollen sich fest im deutschen Musikmarkt etablieren. Der Ehrgeiz scheint sich auszuzahlen, denn im August werden die Fellbacher als Vorband von Christina Stürmer in Hannover spielen. In Spotify hat sich Matu unter den 25 erfolgreichsten Bands in Stuttgart mit über 1,8 Millionen einen Namen gemacht. „Das ist natürlich ein gutes Argument, was uns zum Beispiel auch zu unserem Manager verholfen hat“, erzählt Mario Simic.

Doch der 24-Jährige bleibt realistisch. Bis sie Band an ihrem Ziel angekommen ist, gibt es noch einige Hürden zu überwinden. Sorgen machen sich die Jungs aber nicht. „Die Leidenschaft muss eben da sein“, sagt Thomas Brandt. „Für uns gibt es nichts geileres als jeden Abend Konzerte zu spielen.“




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