Fellbacher bei Castingshow „The Voice Senior“ Monty Bürkle ist nervös – und hat Kribbeln im Bauch

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Der gebürtige Fellbacher ist am Sonntagabend in der Castingshow „The Voice Senior“ zu sehen. Monty Bürkle, der 75-jährige Sänger und Entertainer, ist bei „The Voice Senior“ dabei – am Sonntag beginnt die zweite Staffel der Sat.1-Castingshow.

Monty Bürkle gibt bei seinem TV-Auftritt alles. Foto: Sat.1//André Kowalski
Monty Bürkle gibt bei seinem TV-Auftritt alles. Foto: Sat.1//André Kowalski

Fellbach - Als sich die Studiotür auftat und er ins Scheinwerferlicht der Bühne trat, habe es im Bauch „ganz schön gekribbelt“: Monty Bürkle, der 75-jährige Sänger und Entertainer, ist bei „The Voice Senior“ dabei – am Sonntag beginnt die zweite Staffel der Sat.1-Castingshow.

Hierzulande ist Dieter Bürkle aus Schmiden, den alle schlicht Monty Bürkle nennen, bestens bekannt und mit seiner stattlichen Statur nicht zu übersehen. Die Juroren der TV-Show – Yvonne Catterfeld, Sascha Vollmer und Alec Völkel von The Boss Hoss, dazu Sasha und Michael Patrick Kelly – kennen aber weder seinen Namen, noch sehen sie ihn, wenn er singt. „Blind Audition“ heißt das: Die Juroren müssen allein nach Gehör urteilen.

Bürkle, der inzwischen in Löwenstein im Kreis Heilbronn lebt, war zwölf Jahre lang Frontmann des legendären Hazy-Osterwald-Sextetts

„Ich war nervös“, gesteht Monty Bürkle, der nicht verraten darf, ob er in der aufgezeichneten Show einen der Juroren überzeugen konnte, ihn ins Team zu holen. Bürkle, der inzwischen in Löwenstein im Kreis Heilbronn lebt, war zwölf Jahre lang Frontmann des legendären Hazy-Osterwald-Sextetts und hat schon vor Caroline von Monaco und Karl Lagerfeld gesungen. 1978, beim Ball im Pariser Hotel Georges V nach dem berühmten Trabrennen „Prix d’Amérique“ bat die Fürstentocher den Sänger, das Lied „Green, green grass of home“ von Tom Jones anzustimmen. „Danach hat mir Caroline eine rote Rose bringen lassen“, erzählt Monty Bürkle. Mit König Juan Carlos von Spanien, dem damals noch jungen Thronfolger Felipe und dessen Schwestern Elena und Christina sang er den „Kriminaltango“ in einer Berghütte am Arlberg. „Es war eine sehr schöne Zeit.“ Der Vollblutkünstler hat viele Bühnen erobert, nun will der stimmgewaltige Schwabe ein Millionenpublikum im Fernsehen überzeugen. „Ich habe die erste Staffel angeschaut und gedacht, die sind ganz schön mutig, ich war beeindruckt vom hohen Niveau der Leute“, erklärt Monty Bürkle.

Die erste Hürde von „The Voice Senior“ nahm Monty Bürkle beim Casting im Hotel SI in Stuttgart souverän

Seine Frau Marianne, seit 43 Jahren an seiner Seite, fand sofort, er solle sich bewerben. „Mensch Monty, du musst mitmachen“, erklärte auch sein alter Freund Andreas, mit dem er früher viel beim Komponieren und Texten zusammengearbeitet hat. Die erste Hürde von „The Voice Senior“ nahm Monty Bürkle beim Casting im Hotel SI in Stuttgart souverän. „In der ersten Runde saßen alle Bewerber zusammen im Saal, jeder musste a cappella was singen, danach war die Hälfte weg.“ Monty Bürkle wählte „Take this chain from my heart“ von Ray Charles und kam weiter. Dann musste er ohne Mikrofon mit Halbplayback eine Kostprobe abliefern – und wählte „Green, green grass of home“, wie einst Caroline von Monaco. „Danach waren noch acht übrig.“ Und am Ende nur noch zwei, Monty Bürkle und der 64-jährige Dennis aus Hagen.

Bei einem Casting in Berlin mit Kandidaten aus ganz Deutschland wurden letztlich die Besten für die Fernsehshows ausgesucht. „Nach ein paar Wochen kam eine Mail: ‚Lieber Monty, du hast es geschafft’. Und ich war glücklich“, erzählt Bürkle. Bei den „Blind Auditions“ setzt er auf den Titel „Delilah“ von seinem Lieblingssänger Tom Jones.