Fellbacher Herbst Ein Roter als Außenminister?

Oberbürgermeister Christoph Palm hat in seiner Rede zur Eröffnung des Fellbacher Herbstes an die Fähigkeit des Weins erinnert, „freundschaftliche Bande zwischen Kulturen und Nationen zu knüpfen“. In unserer Bildergalerie sehen weitere Impressionen des Fellbacher Herbsts. Foto:   108 Bilder
Oberbürgermeister Christoph Palm hat in seiner Rede zur Eröffnung des Fellbacher Herbstes an die Fähigkeit des Weins erinnert, „freundschaftliche Bande zwischen Kulturen und Nationen zu knüpfen“. In unserer Bildergalerie sehen weitere Impressionen des Fellbacher Herbsts. Foto:  

OB Palm hat in seiner Rede zur Eröffnung des Fellbacher Herbstes an die Fähigkeit des Weins erinnert, „freundschaftliche Bande zwischen Kulturen und Nationen zu knüpfen“.

Fellbach: Gerhard Brien (bri)
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Fellbach - Das klang ganz nach Regierungserklärung aus der Friedensmetropole Fellbach: Oberbürgermeister Christoph Palm hat in seiner Rede zur Eröffnung des Fellbacher Herbstes an die Fähigkeit des Weins erinnert, „freundschaftliche Bande zwischen Kulturen und Nationen zu knüpfen“. Die bekannte Liedzeile von John Lennon: „Imagine all the people live in love and peace“ würde in Palms Lesart auf gut schwäbisch lauten: „Stell dr vor, älle Leit dädet zammahocka ond a Viertele Fellbacher drenka, no wär Frieda uff dr Welt ond mr dät sogar sein Nochbr meega.“ Wenn Frau Merkel ihr neues Kabinett zusammenstellt, so Palms Schlussfolgerung, „wird sie nicht umhin kommen, den Lemberger vom Kappelberg zum neuen Außenminister zu machen“. Ein Roter als Außenminister, „damit könnte in dem Fall sogar Fritz Kiel leben“.

Im ernsteren Teil seiner Ansprache vor den Ehrengästen im Atrium der Schwabenlandhalle appellierte Palm – angesichts des Flüchtlingsdramas von Lampedusa –, mit denen, die bereits bei uns sind, richtig umzugehen, bevor man daran denke, mehr Flüchtlinge ins Land zu holen: „Aufnahmeverfahren, die sich über Jahre hinziehen, sind eine Belastung für alle Beteiligten.“ Man solle aber nicht vergessen, dass im vorletzten Jahrhundert viele Fellbacher Wengerter gezwungen waren auszuwandern und in der Fremde, zum Beispiel in Amerika, ihr Glück zu suchen. „Daraus ergibt sich für mich die Verpflichtung für eine Willkommenskultur.“

Bei der Eröffnung sprachen Palm und der Vorsitzende der Fellbacher Weingärtner, Thomas Seibold, die traditionellen Verse und tranken einen kräftigen Schluck vom neuen süßen Wein. Unter Leitung von Nele Gerhard sang ein Chor, zusammengestellt aus dem Unterstufenchor des Gustav-Stresemann-Gymnasiums und des Kinderchors vom Philharmonischen Chor, das Fellbach-Lied, die Landjugend tanzte zur Musik der Stadtkapelle den Trauben auf, und nach drei Böllerschüssen konnten die Karussells sich weiter drehen.




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