Der Saalbau wurde am 10. September 1976 eingeweiht. Danach stand das verschachtelte Gebäude nicht mehr leer, sondern wurde für zahlreiche Veranstaltungen genutzt. Vor zehn Jahren wurde der Bau erweitert.
Fellbach - Der Entschluss, die Schwabenlandhalle zu bauen, fiel im Fellbacher Gemeinderat am 11. Mai 1971. Mit der Planung für den modernen Zweckbau wurde der Süßener Architekt Gerhard Keller beauftragt. Er sollte ein Gebäude konzipieren, das die alte Stadthalle, die Heimat für Vereine und gesellige Feste war, ersetzen konnte und dessen Raumangebot zusätzlich auch ortsfremde Gäste, Firmen und Veranstaltungen in die Stadt bringen sollte. Nach vierjähriger Bauzeit, am 10. September 1976, wurde das verschachtelte Gebäude eingeweiht: Der damalige Erste Bürgermeister Erwin Hochwald zitierte in seiner Rede offensichtlich erleichtert aus Haydns Schöpfung: „Vollendet ist das große Werk“.
Bei der Eröffnung war die Schwabenlandhalle noch eine der ersten modernen Veranstaltungsstätten dieser Art im Umland von Stuttgart. Seitdem stellt sich die Halle durchaus erfolgreich dem Spagat, Kulturtempel und Kongresszentrum zu sein. Bald danach warb Fellbach mit dem Zusatz „Stadt der Weine und Kongresse“.
Aus steuerlichen Gründen wird die Halle als städtischer Eigenbetrieb geführt. Die GmbH wird von zwei Geschäftsführern geleitet – dem jeweils Ersten Bürgermeister der Stadt und einem vom Gemeinderat bestimmten Hallen-Direktor: Dies sind derzeit der Erste Bürgermeister Günter Geyer und Jens Mohrmann.
In die gute Stube der Stadt hat die Verwaltung in den 40 Jahren konstant investiert
In die gute Stube der Stadt hat die Verwaltung in den zurückliegenden 40 Jahren konstant investiert. Dieser Tatsache ist auch der damals im Gemeinderat von der SPD nicht goutierte Anbau geschuldet: Vor über zehn Jahren hat die Stadt 8,85 Millionen Euro in die Hand genommen, um die Räume zu erweitern. Mittlerweile finden bis zu 2 700 Personen in den verschiedenen Sälen Platz. Derzeit kommen weitere Kapazitäten anstelle der kaum noch benötigten Kassenhalle und der nicht mehr betriebenen Zunftstube dazu.
Seit dem vergangenen Jahr führt das zur Halle gehörende Restaurant Goldberg, das die Firma Rauschenberger gepachtet hat, einen Michelin-Stern. Die Schwabenlandhalle ist somit die einzige Kongresshalle in Deutschland mit einem Stern.