Ferien-Workshop in Stuttgart-Ost Kleine Kunstwerke auf vier Rollen

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Bei einem Ferien-Camp durften Jugenliche im Kinder- und Jugendhaus Ostend ihr eigenes Longboard bauen.

David, Daniel, Yannik und Ben (v.l.) werkeln eifrig an ihren Longboards. Foto: Caroline Friedmann
David, Daniel, Yannik und Ben (v.l.) werkeln eifrig an ihren Longboards. Foto: Caroline Friedmann

S-Ost - Im Kinder- und Jugendhaus Ostend wird gehämmert, gebohrt und geschraubt was das Zeug hält. Hoch konzentriert stehen acht Jugendliche an Werkbänken und bringen lange Holzplanken mit Werkzeugen und Schablonen in die richtige Form. Was hier so eifrig gebaut wird, sind Longboards, eine längere Variante des Skateboards.

Die Mädchen und Jungen sind voll motiviert bei der Sache und haben sichtlich Spaß an ihren handwerklichen Tätigkeiten. Doch das ist auch kein Wunder. Schließlich haben sie sich selbst zum Ferien-Longboard-Camp im Jugendhaus angemeldet, das in diesem Jahr bereits zum vierten Mal stattfindet. Drei Tage lang durften die Jugendlichen in dieser Woche ihre Boards bauen, einen halben Tag lang wurden die Bretter mit Farben und Motiven gestaltet. Dann gab es ein Fahrtraining für alle. Und natürlich durften die Longboards auch ausprobiert werden.

Beim Bau eines Longboards gibt es einiges zu beachten

Der 14-jährige Daniel und der 15-jährige David fahren beide seit zwei Jahren Longboard und sind schon zum zweiten Mal beim Longboard-Camp mit dabei. Daher wissen beide genau, worauf es beim Bau eines Boards ankommt. „Man muss zum Beispiel darauf achten, dass die Schrauben nicht zu fest angezogen sind“, sagt Daniel. „Sonst geht die Form des Bretts auseinander.“ Die 14-jährige Vanessa und die 15-jährige Charlotte bauen zum ersten Mal ihr eigenes Board. Auch sie haben sichtlich Spaß an der Sache. An ihrer Fahrtechnik feilen beide aber schon länger. „Longboard fahren ist einfach ein gutes Gefühl“, sagt Vanessa strahlend. Und Charlotte hat, wie sie sagt, besonderen Spaß daran, mit dem Brett „neue Strecken auszuprobieren“.

Auch für den zwölfjährigen Ben und den 13-jährigen Yannik ist das „Rumkurven“ auf vier Rollen ein toller Zeitvertreib. Und für Yannik bringt das Longboard auch ganz praktische Vorteile: „Man ist schneller als zu Fuß, muss das Board aber nirgends anschließen wie ein Fahrrad“, erklärt er.

Ein Highlight ist der Ausflug auf den Killesberg

Andrea Spieth vom Kinder- und Jugendhaus Ostend begleitet die Jugendlichen schon seit ein paar Jahren beim Longboard-Bauen und -Fahren – mit tatkräftiger Unterstützung der früheren Profi-Longboarderin Fee. „Anfangs hatten wir gekaufte Longboards, aber da wir eine Werkstatt im Jugendhaus haben und einen Bekannten, der die Boards bauen kann, haben wir uns entschieden, die Bretter selbst zu machen“, sagt Andrea Spieth. Ein ganz besonderer Höhepunkt sei für die Jugendlichen aber der Ausflug in den Killesbergpark zum Abschluss der Campwoche. Denn dabei dürfen die Jugendlichen mit ihren selbst gebauten Boards „downhill“, also den Berg hinunter fahren. „Dabei kann man schon ziemlich schnell werden.“.

Bevor es auf den Killesberg geht, müssen die Nachwuchslongboarder aber ein paar Dinge lernen – und zwar nicht nur das Bremsen. Die 35-jährige Fee ist früher viele Downhillrennen gefahren und ein echter Profi. Sie zeigt den Jugendlichen, was alles mit dem Board möglich ist. „Die Kids lernen verschiedenen Sparten kennen“, sagt Fee. „Von Downhill über Tricks und Slalom fahren bis zum Tanzen auf dem Brett – da ist jede Menge möglich.“

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