Ferienjobs in Stuttgart Gute Konjunktur erleichtert die Suche

Bei Daimler in der Produktion lässt sich mit Schichtzulagen gutes Geld verdienen. Foto: dpa
Bei Daimler in der Produktion lässt sich mit Schichtzulagen gutes Geld verdienen. Foto: dpa

Die Sommerferien nahen, und wie jedes Jahr werden wieder tausende Schüler und Studenten einige Wochen lang bei einem Ferienjob Geld verdienen. Wer eine gute Stelle ergattern will, muss sich sputen.

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Stuttgart - Ferien – endlich mal eine Pause vom Schulstress, Beine hoch, ab ins Freibad oder gleich in den Urlaub. Für viele Schüler wird das von Ende Juli an so sein. Aber es gibt auch etliche Jugendliche, die sich direkt vom Mathepauken und der Konjugation unregelmäßiger englischer Verben in eine befristete Arbeit stürzen – gemeinhin Ferienjob genannt.

Die derzeit gute Konjunktur schafft einige Tausend solcher Stellen in der Stadt. Ganz generell sind es Arbeiten, die keine lange Anlernzeit erfordern. Sonst würde sich das bei einem Arbeitszeitraum von zwei bis vier Wochen für den Arbeitgeber nicht lohnen. Studenten habe daher bessere Chancen, da sie wegen der längeren Semesterferien auch länger arbeiten können. Auch Schüler könnten theoretisch sechs Wochen, also die kompletten Ferien, am Stück jobben. Es müssen zwar Arbeits- und Ruhezeiten eingehalten werden, aber es gibt keine Regel, die sechs Wochen am Stück verbieten würden. „Mir ist allerdings kein solcher Fall bekannt“, sagt dazu Doris Reif-Woelki, die Sprecherin der Agentur für Arbeit in Stuttgart. Dort beobachtet man, dass die Zahl der Jobangebote konjunkturbedingt seit drei Jahren wieder ansteigt. Derzeit sind etwa 300 freie Stellen für Stuttgart gemeldet, täglich kommen neue hinzu. Ganz generell rät Reif-Woelki allen, die Interesse haben, persönlich vormittags in der Agentur an der Nordbahnhofstraße vorbeizukommen.

Manchmal lohnt es sich, direkt nebenan nachzufragen

Verdienen kann man in den Ferien zwischen dem Mindestlohn von 8,50 Euro und bis zu knapp 19 Euro die Stunde, je nachdem, wie schwer die Arbeit ist und ob Schichtzulagen dazukommen. Im Schnitt werden laut Reif-Woelki um die zwölf Euro pro Stunde bezahlt – zum Beispiel bei der Post, die wegen des Streiks schon vor Kurzem händeringend Aushilfen gesucht hat. Aber auch alle Betriebe, die einen stetigen Warenfluss und lange Öffnungszeiten garantieren, wie Bau- und Supermärkte oder auch Kaufhäuser, brauchen in der Urlaubszeit Hilfen. Laut Reif-Woelki kann es auch nicht schaden, wenn junge Interessenten einfach bei einem Betrieb in ihrer Nähe nachfragen. Das sei manchmal der unkomplizierteste und schnellste Weg.

Oder die jungen Leute gehen ins Internet, da werden auch die großen Tranchen verhandelt. Allein die Daimler AG beschäftigt bundesweit 13 200 Ferienjobber, die Vermittlung läuft nicht über die Agentur für Arbeit, sondern online. In Stuttgart-Untertürkheim sind es etwa 3500 Jobs, in Sindelfingen 1700. Diese Stellen sind aber bereits so gut wie vergeben. Eine Chance gibt es eigentlich nur noch, wenn jemand zurückzieht. Erhöhen kann man seine Chance auch mit einem Gabelstaplerschein, den man an einem Wochenende erwerben kann. Für manche Jobs bei Daimler ist diese Fahrerlaubnis sogar die Voraussetzung, ebenso wie das Mindestalter von 18 Jahren.




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