Ferienzeit in der Region Stuttgart So helfen Stauberater und die DRK-Motorradstaffel

Auf zwei Rädern sind die Stauhelfer immer schnell am Einsatzort. Foto: /Simon Granville
Auf zwei Rädern sind die Stauhelfer immer schnell am Einsatzort. Foto: /Simon Granville

Pünktlich zur Ferienzeit haben der ADAC Württemberg und der DRK Kreisverband Ludwigsburg ihrer Retter für Staunot und Unfall vorgestellt: die ADAC Stauberater und DRK-Motorradstaffel.

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Stuttgart - Urlaubszeit ist Stauzeit. Der ADAC rechnet zu Beginn der baden-württembergischen Ferien am Donnerstag wieder mit vollen Autobahnen in der Region. Gut, dass auf diesen der ADAC Württemberg und der DRK Kreisverband Ludwigsburg gemeinsam für mehr Sicherheit sorgten, betont daher Carl-Eugen Metz. Der ADAC-Landesvorstand für Verkehr und Umwelt präsentiert mit dem Deutschen Roten Kreuz des Kreises Ludwigsburg auf dem eigenen Verkehrsübungsplatz am Solitude-Ring die ADAC-Stauberater und die Motorradstaffel des DRK Ludwigsburg. Diese ist in einem Pilotprojekt neu aufgestellt worden, um schneller dort vor Ort zu sein, wo es nötig ist. Bei Unfällen etwa leisten sie als First Responder Erste Hilfe, betreuen aber auch Verkehrsteilnehmer auf Reisen.

Einsatzkleidung wird mitgebracht

„Wir hatten eine Motorradstaffel von 1996 bis 1998“, so Walter Adler, Präsident des DRK-Kreisverbands Ludwigsburg. „2019 konnten wir diese wieder planen, 2020 die erste Maschine, nun die zweite auf die Straße bringen.“ Beide konnten durch Spenden finanziert werden. „Die Einsatzkleidung, Helm, Montur, die sich auf etwa 1200 Euro beläuft, bringen die Freiwilligen mit“, so Adler. „Derzeit haben wir 19 Fahrer und eine Fahrerin, aber je mehr Engagierte sich melden, umso besser.“ Bei der Anzahl an Frauen in der Staffel könne und wolle man noch besser werden, betont Wolfgang Breidbach, DRK-Geschäftsführer in Ludwigsburg. Mit der Motorradstaffel unterstütze man auch die Nachbarkreise bei Bedarf. „Die Leitstelle teilt mit, wo Hilfe nötig ist“, so Breidbach.

Gaffer behindern die Rettung

Unter anderem über den Verkehrsfunk oder das Internet erfahren die ADAC-Staumelder, wo sie gebraucht werden. „Und: Wir fahren alle neuralgischen Punkte ab, die wir kennen“, sagt Joachim Baumhauer, der seit 13 Jahren als Stauberater auf dem Motorrad sitzt. Als neuralgische, also staugefährdete Punkte für die kommende Ferienzeit nennt er etwa die Autobahnkreuze Stuttgart, Leonberg, Walldorf, das Kreuz Ulm/Elchingen, den Albaufstieg, insbesondere zwischen Aichelberg und Hohenstadt wegen der Blockabfertigung am Gruibinger Tunnel, die Strecken Richtung Salzburg. „Zur Urlaubsplanung gehört, zeitliche Puffer einbauen, Ausweichrouten ausgucken, genügend Getränke mitnehmen, an die Unterhaltung für die Kinder denken“, rät er. Und: „Samstags und sonntags um sieben Uhr früh ist noch nicht viel auf den Autobahnen los.“

Stauberater sind seit 30 Jahren unterwegs

Auf diesen und anderen Strecken der Region sind die Stauberater seit über 30 Jahren unterwegs. „Von Mai bis Oktober, sie legen im Jahr über 21 000 Kilometer zurück“, schildert ADAC-Vorstand Metz. „Ihre Hauptaufgabe: Autofahrenden mitzuteilen, warum es sich staut, wie lange es voraussichtlich dauert, über welche Strecke man ausweichen kann.“ Sie beruhigten mitunter auch gestresste Nerven oder verteilten Spielsachen für Kinder, um das Warten zu verkürzen. Die Rettungskräfte der DRK-Motorradstaffel Ludwigsburg seien die ideale Ergänzung.

Mit Breidbach betonte er nochmals das Einmaleins bei Unfällen: „Rettungsgasse bilden, immer zwischen der linken und der rechten Spur daneben, Erste Hilfe leisten – und nicht gaffen! Gaffer, die womöglich noch fotografieren, behindern Verkehr und Rettungsmaßnahmen.“




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