Die SPD vertraut beim Thema Fernbus auf das am Flughafen geplante leistungsfähige Terminal. „Am Flughafen wird in absehbarer Zeit neben der S-Bahn auch noch die Stadtbahnlinie U 6 halten“, betont Fraktionschefin Roswitha Blind. Dann sei diese Fernbusbahnhof gut an die Stadt angebunden. „Es sollte allerdings ein Kombiticket für Fernbus und den örtlichen Nahverkehr geben“, so Blind.

 

Das Thema Kombiticket ist beim Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) schon angekommen. „Wir verhandeln mit einem Anbieter“, sagt Thomas Hachenberger. „Fernbusse sind ja nichts Böses, sondern gesetzlich zugelassen.“ Die Anbieter setzten zudem qualitativ hochwertige Fahrzeuge ein, die auch von Premium-Herstellern aus der Region stammten. Der Nahverkehr werde nicht tangiert, da die Fernbushaltestellen mehr als 50 Kilometer auseinander liegen müssten.

Platz für Ersatzbusse gefordert

Auch bei den SSB sieht man bis jetzt keine Probleme. „Wir achten aber darauf, dass unser Linienverkehr nicht beeinträchtigt wird“, sagt die SSB-Sprecherin Susanne Schupp. Es müsse aber stets gewährleistet sein, dass an den auch von Fernbussen benutzten Bussteigen im Bedarfsfall – etwa bei einer Störung auf einer Stadtbahnlinie – auch noch ein zusätzlicher Busersatzverkehr Platz finden müsse.

Auch bei der Stadt macht man sich Gedanken über das Thema Fernbus. In Vaihingen dürften bis 2020 zwei Fernbuslinien halten, weitere Genehmigungen gebe s für diesen Standort aber nicht mehr. „Der Boom hat uns überrascht“, sagt Ulrich Steimer, Nahverkehrexperte im Rathaus. Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass mit diesem neuen Angebot viele junge Leute, aber auch immer mehr Senioren als interessierte Besucher nach Stuttgart kämen. Die Stadt müsse aber aufpassen, dass der SSB-Linienverkehr nicht beeinträchtigt werde. Um die Lage zu beraten, soll es im Juli eine Gesprächsrunde zwischen allen beteiligten Ämtern geben.

Von dem Halt am provisorischen Fernbusbahnhof in Obertürkheim sind die Berliner wegen der schlechten Nahverkehrsanbindung und der großen Entfernung zur Autobahn nicht sehr angetan. Auch aus Sicht anderer Fernbusanbieter schneidet der Halt an der S-Bahn-Station in Zuffenhausen weitaus besser ab.

Kein ZOB am Hauptbahnhof

Für die Grünen im Gemeinderat zeigt das Thema Fernomnibusse deutlich auf, dass in Stuttgart ein Konzept für den Reisebusverkehr fehlt. „Das rächt sich jetzt, da immer mehr Fernbuslinien nach geeigneten, zentralen und fahrgastfreundlichen Haltestellen suchen“, sagt Fraktionschef Peter Pätzold. Einen zentralen, direkt an der Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof gelegenen Busbahnhof werde es wegen des Bahnprojekts Stuttgart 21 leider nicht mehr geben. Und von 2015 fielen auch die Interimslösungen in Obertürkheim und Zuffenhausen weg. Dann gebe es nur noch das große Busterminal am Flughafen.

Dieser zentrale Haltepunkt außerhalb der städtischen Gemarkung reicht den Grünen allerdings nicht. „Es fehlt immer noch eine Lösung für die wachsende Zahl der Reise busse, die etwa während des Weihnachtsmarktes Besucher in die Innenstadt bringen“, so Pätzold. „Deshalb sieht der Karlsplatz oft wie eine große Wagenburg aus.“ In ihrem Antrag fordert die Fraktion deshalb dringend ein Gesamtkonzept für den Fern- und Touristikverkehr. Als zentrale Drehscheibe schwebt ihnen der Wasen vor. Von dort könne eine SSB-Sonderlinie U 11 die Busreisenden in die Innenstadt bringen. Es müsse auf jeden Fall schon vor dem nächsten Weihnachtsmarkt geprüft werden, ob und wie das historische Ensemble rund um den Karlsplatz von haltenden und parkenden Reisebussen frei gehalten werden könne.

„Fernbusse sind ja nichts Böses . . .“

Die SPD vertraut beim Thema Fernbus auf das am Flughafen geplante leistungsfähige Terminal. „Am Flughafen wird in absehbarer Zeit neben der S-Bahn auch noch die Stadtbahnlinie U 6 halten“, betont Fraktionschefin Roswitha Blind. Dann sei diese Fernbusbahnhof gut an die Stadt angebunden. „Es sollte allerdings ein Kombiticket für Fernbus und den örtlichen Nahverkehr geben“, so Blind.

Das Thema Kombiticket ist beim Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) schon angekommen. „Wir verhandeln mit einem Anbieter“, sagt Thomas Hachenberger. „Fernbusse sind ja nichts Böses, sondern gesetzlich zugelassen.“ Die Anbieter setzten zudem qualitativ hochwertige Fahrzeuge ein, die auch von Premium-Herstellern aus der Region stammten. Der Nahverkehr werde nicht tangiert, da die Fernbushaltestellen mehr als 50 Kilometer auseinander liegen müssten.

Platz für Ersatzbusse gefordert

Auch bei den SSB sieht man bis jetzt keine Probleme. „Wir achten aber darauf, dass unser Linienverkehr nicht beeinträchtigt wird“, sagt die SSB-Sprecherin Susanne Schupp. Es müsse aber stets gewährleistet sein, dass an den auch von Fernbussen benutzten Bussteigen im Bedarfsfall – etwa bei einer Störung auf einer Stadtbahnlinie – auch noch ein zusätzlicher Busersatzverkehr Platz finden müsse.

Auch bei der Stadt macht man sich Gedanken über das Thema Fernbus. In Vaihingen dürften bis 2020 zwei Fernbuslinien halten, weitere Genehmigungen gebe s für diesen Standort aber nicht mehr. „Der Boom hat uns überrascht“, sagt Ulrich Steimer, Nahverkehrexperte im Rathaus. Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass mit diesem neuen Angebot viele junge Leute, aber auch immer mehr Senioren als interessierte Besucher nach Stuttgart kämen. Die Stadt müsse aber aufpassen, dass der SSB-Linienverkehr nicht beeinträchtigt werde. Um die Lage zu beraten, soll es im Juli eine Gesprächsrunde zwischen allen beteiligten Ämtern geben.

Für Witgar Weber, den Geschäftsführer des Verbands baden-württembergischer Omnibusunternehmer, „wird die „kommunale Infrastruktur der Entwicklung bei den Fernbussen nicht gerecht“. Die Firmen bräuchten aber keinen ZOB am Hauptbahnhof, aber innerstädtische „Haltestellen mit gutem Nahverkehrsanschluss“.