Fernsehansprache zur Corona-Pandemie Angela Merkel hielt „Rede des Jahres“

Angela Merkel  sei eine historische Rede gelungen, die für die erfolgreiche Bewältigung der ersten Corona-Welle von zentraler Bedeutung gewesen sei, so die Jury. (Archivbild) Foto: dpa/Kay Nietfeld
Angela Merkel sei eine historische Rede gelungen, die für die erfolgreiche Bewältigung der ersten Corona-Welle von zentraler Bedeutung gewesen sei, so die Jury. (Archivbild) Foto: dpa/Kay Nietfeld

Für ihre Fernsehansprache zur Corona-Pandemie vom 18. März erhält Bundeskanzlerin Angela Merkel die Auszeichnung „Rede des Jahres“ vom Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen.

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Tübingen/Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhält in diesem Jahr die Auszeichnung „Rede des Jahres“ vom Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen. Damit werde ihre Fernsehansprache zur Corona-Pandemie vom 18. März gewürdigt, teilte die Universität am Freitag mit. Die Rede sei ein eindrucksvoller Appell an Verantwortung und Miteinander und verbinde die anschauliche Darstellung komplexer wissenschaftlicher Erkenntnisse mit Empathie und politischer Umsicht, urteilte die Jury.

Merkels Ansprache sei „anschaulich geschrieben und gut strukturiert, engagiert vorgetragen und sorgt durch Wiederholungen und Variationen zentraler Gedanken für Eindringlichkeit“, hieß es weiter. Während Emmanuel Macron in seiner ersten Fernsehansprache zu autoritären Ansagen und einer ausladenden Kriegsmetaphorik tendiert und Boris Johnson die Gefahren eher heruntergespielt habe, verwende die Kanzlerin eine sachlich informierende Sprache und eine wissenschaftlich fundierte Argumentation. Dabei gelinge ihr der Spagat zwischen Vernunft und Einfühlungsvermögen in einer vorbildlichen Weise.

Lob findet Merkel auch für die emotionale Wirkung, indem sie die Konsequenzen der Pandemie deutlich gemacht habe. Sie sagte: „Das sind nicht einfach abstrakte Zahlen in einer Statistik, sondern das ist ein Vater oder Großvater, eine Mutter oder Großmutter, eine Partnerin oder Partner, es sind Menschen. Und wir sind eine Gemeinschaft, in der jedes Leben und jeder Mensch zählt.“ Ihr sei eine historische Rede gelungen, die für die erfolgreiche Bewältigung der ersten Corona-Welle von zentraler Bedeutung gewesen sei, heißt es in der Begründung der Jury.




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