Ferry-Porsche-Challenge Hohe Preisgelder für gemeinnützige Projekte

Von Jan Sellner 

Die Ferry-Porsche-Stiftung zeichnet gemeinnützige Organisationen und Projekte in der Region Stuttgart und Leipzig aus. Dafür stehen eine Million Euro bereit. Bewerbungsende ist der 6. Dezember.

Ein Bild mit Symbolwert: die Ferry-Porsche-Stiftung rückt gemeinnütziges Engagement in den Blickpunkt. Foto: Ferry-Porsche-Stiftung
Ein Bild mit Symbolwert: die Ferry-Porsche-Stiftung rückt gemeinnütziges Engagement in den Blickpunkt. Foto: Ferry-Porsche-Stiftung

Stuttgart - Zu der seit Anfang Oktober laufenden Ferry-Porsche-Challenge für gemeinnützige Organisationen und Vereine sind bisher rund 50 Bewerbungen eingegangen. Das teilte die Ferry-Porsche-Stiftung auf Anfrage mit. Noch bis einschließlich 6. Dezember haben Interessenten die Möglichkeit, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Im Rahmen dieses Wettbewerbs soll nach Angaben der in Stuttgart ansässigen Stiftung eine Million Euro für wegweisende Projekte in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung und Wissenschaft sowie Kultur und Sport ausgeschüttet werden.

Der erste Preis, der dreimal vergeben wird, ist mit je 100 000 Euro dotiert, der zweite Preis – er wird sechsmal verliehen – mit je 50 000 Euro. Gleich zehnmal wird der dritte Preis vergeben; den Preisträgern winken dort jeweils 25 000 Euro. Dazu kommt ein Sonderpreis in Höhe von 75 000 Euro „für ein Projekt, das in besonderer Weise ehrenamtliches Engagement ermöglicht“. Weitere 15 Nominierte bekommen jeweils 5000 Euro.

„Mit der Ferry-Porsche-Challenge wollen wir das gesellschaftliche Engagement an unseren Standorten stärken und Menschen würdigen, die ehrenamtlich tätig sind“, erklärte Porsche-Vorstandschef Oliver-Blume, der zugleich Vorsitzender des Kuratoriums der Ferry-Porsche-Stiftung ist. Er stellte die Kriterien für die Preisvergabe heraus: „Besonders wichtig ist uns, dass die Konzepte nachhaltig, innovativ und kreativ sind.“

35 Projekte kommen ins Finale

Mitmachen können laut Ausschreibung gemeinnützige Organisationen und Vereine aus dem Raum Stuttgart und Leipzig – den beiden Porsche-Standorten. Mit eingeschlossen sind die Landkreise Ludwigsburg und Böblingen sowie die Gemeinde Mönsheim, der Nachbargemeinde von Weissach, wo sich das Porsche-Entwicklungszentrum befindet. Ausgenommen sind Einzelpersonen, Amtsträger und Gebietskörperschaften. Die Stiftung legt den Angaben zufolge Wert auf die Reputation und eine angemessene Professionalität der Teilnehmenden.

Online-Bewerbungen für maximal drei Projekte je Bewerber nimmt die Stiftung unter www.ferry-porsche-challenge.de bis einschließlich 6. Dezember entgegen. Daran schließt sich eine öffentliche Online-Abstimmung an. Die 35 Projekte mit den meisten Stimmen kommen ins Finale, wo die Finalisten ihre Projekte persönlich dem Stiftungsvorstand und einem Expertenkreis aus den genannten Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung, Wissenschaft, Sport und Kultur präsentieren.

Der Jury, die über die ersten Preise und den Sonderpreis entscheidet, gehören unter anderem der Ehrenvorsitzende der Stiftung, Wolfgang Porsche, Vorstandschef Oliver Blume, die Oberbürgermeister von Stuttgart und Leipzig, Fritz Kuhn und Burkhard Jung sowie die Chefredakteure von Stuttgarter Nachrichten, Stuttgarter Zeitung und Leipziger Volkszeitung, Christoph Reisinger, Joachim Dorfs und Jan Emdendörfer, an. Die Preisverleihung findet Mitte nächsten Jahres statt.

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