Ferry-Porsche-Stiftung Diese Schulen sind beim digitalen Lernen vorne

Digitales Lernen auf dem Vormarsch: 31 Schulen aus Baden-Württemberg und  Sachsen sind   von der Ferry-Porsche-Stiftung ausgezeichnet worden. Foto: dpa/Felix Kästle
Digitales Lernen auf dem Vormarsch: 31 Schulen aus Baden-Württemberg und Sachsen sind von der Ferry-Porsche-Stiftung ausgezeichnet worden. Foto: dpa/Felix Kästle

Drei Schulen aus Baden-Württemberg und Sachsen sind bei der Digitalisierung gut aufgestellt. Die Ferry-Porsche-Stiftung hat sie nun ausgezeichnet. Hier sind ihre Projekte.

Politik/Baden-Württemberg : Bärbel Krauß (luß)
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Stuttgart -

Dass viele Schulen in Deutschland bei der Digitalisierung Nachholbedarf haben, haben die Lockdowns wegen Corona deutlich gezeigt. Vor diesem Hintergrund ist umso anerkennenswerter, dass einige sich längst auf den Weg ins digitale „Neuland“ gemacht haben, von dem Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einigen Jahren gesprochen hat. 31 Schulen aus Baden-Württemberg und Sachsen sind für ihre digitalen Projekte an diesem Montag mit einem Preis der Ferry-Porsche-Stiftung ausgezeichnet worden.

Die Drei auf der Siegertreppe

Auf dem Siegertreppchen steht als erstes die Hardbergschule Mosbach. Ihr Projekt hat das Ziel, interaktive und mehrsprachige Mathematik-Selbstlernkurse zu entwickeln, um Schülern mit Lernschwierigkeiten und mangelnden Deutschkenntnissen mit Erklärvideos zu unterstützen. Die Hardenbergschule ist eine Schule mit sonderpädagogischem Profil und ist mit einem von drei ersten Preisen in Höhe von 100 000 Euro ausgezeichnet worden.

Die Nummer zwei unter den Erstplatzierten ist das Otto-Hahn-Gymnasium in Ludwigsburg. Seine Schülerhelpdesk AG (SHD-AG) hat die Juroren ebenfalls überzeugt. Dort erhalten die Schüler eine kompakte Einführung in die Netzwerk- und Multimediatechnik, damit sie im Schulalltag bei Problemen rund um den digitalen Unterricht als Feuerwehr agieren können – sei es bei Problemen mit pädagogischen Clients, der Multimediatechnik in den Unterrichtsräumen, beim Austausch von Geräten und manchmal auch schlicht, wenn der Bildschirm tot bleibt, weil irgendwo ein Stecker nicht mehr richtig steckt.

Das Gymnasium im sächsischen Wilsdruff ist der dritte erste Preisträger. Ziel der Schule ist, Schüler im Projekt Campuscreator vom digitalen Konsumenten zum Gestalter digitaler Medien zu machen. Je nach eigenen Interessen sollen die Lernenden in Wilsdruff selbst zu digitalen Experten werden und Verantwortung für Lern- und Gestaltungsprozesse in der Gemeinschaft übernehmen.

Starthilfe mit Standortpreisen

Die Ferry-Porsche-Challenge wurde erst zum zweiten Mal ausgetragen. „Schule Digital gestalten“ war dabei das Motto. Teilnehmen konnten Schulen aus den Bundesländern Baden-Württemberg und Sachsen. Unter 300 Bewerbern haben die drei Sieger-Schulen es ganz nach vorne geschafft. Sie sind aber nicht die einzigen Gewinner in diesem Wettbewerb. Insgesamt 31 Preise im Wert von 1,2 Millionen Euro hat die Stiftung vergeben.

Es gibt zwei Sonderpreise, die mit 75 000 Euro dotiert sind. Einen davon erhielt die Landesschule für Blinde und Sehbehinderte in Chemnitz, deren Projekt sich um digitale Werkzeuge für die Darstellung des Lernens an ihrer Schule dreht. Die Luise-von-Baden-Schule mit sonderpädagogischem Profil für Sprache und Hören in Neckargemünd hat sich mit dem Projekt „Luise lauscht“ durchgesetzt. Dabei geht es um die Entwicklung einer digitalen Lernplattform zur individuellen Förderung der Hör-Sprachentwicklung.

Der Hans-Christian-Andersen-Schule in Leipzig und der Albert-Schweitzer-Schule in Stuttgart hilft die Stiftung mit zwei Standortpreisen von 50 000 Euro, damit sie ihre bisher geringe digitale Grundausstattung verbessern können. Mit dem Wettbewerb will die Stiftung „der Digitalisierung in unseren Schulen einen Schub geben“, erklärte Sebastian Rudolph, der Vorstandsvorsitzende der Ferry-Porsche-Stiftung. „Die Ergebnisse der Challenge zeigen, wie Digitalisierung kreativ und innovativ umgesetzt werden kann. Genau hier setzen wir gemeinsam mit den Schulen an. Wir unterstützen mit der benötigten Hard- und Software und begleiten die Schulen zusätzlich bei der digitalen Umsetzung der Projekte.“

Ferry-Porsche-Stiftung

Geschichte
Die Stiftung wurde 2018 gegründet und will gemeinnützige Projekte in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung und Wissenschaft, Kultur und Sport fördern und initiieren. Mit ihrem gesellschaftlichen Engagement will die Stiftung vor allem junge Menschen an den Unternehmensstandorten des Sportwagenherstellers unterstützen.

Namensgeber
Ferry Porsche hat 1948 die Sportwagenmarke Porsche gegründet.

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