Festival in Waiblingen Viel Action in entspannter Atmosphäre
Beim We-are-the-future-Festival findet jeder seine Nische: Klettern, Spielen, Kreativ sein oder einfach bei lockerer Musik etwas essen – alles ist möglich.
Beim We-are-the-future-Festival findet jeder seine Nische: Klettern, Spielen, Kreativ sein oder einfach bei lockerer Musik etwas essen – alles ist möglich.
Warum nicht selbst mal was ausprobieren, wenn gerade ein bisschen Leerlauf ist – das denkt sich Peggy Dietrich und drückt mit Schwung auf die verschiedenfarbigen Felder, die abwechselnd an der großen Wand vor ihr aufleuchten. „Das ist eine sogenannte Reaction Wall, bei der es darauf ankommt, so schnell wie möglich vorher festgelegte Farben zu erwischen“, erklärt die stellvertretende Abteilungsleiterin der städtischen Kinder- und Jugendförderung.
Die Felder, die die Reaktionsschnelligkeit testen und schulen sollen, können je nach Alter und Teilnehmer unterschiedlich bespielt werden, erklärt die Erziehungswissenschaftlerin und zeigt den Familienmodus, der die Wand farbig erstrahlen lässt. Dann ist der Leerlauf aber auch schon rum, denn je mehr der späte Vormittag voranschreitet, desto voller wird es auf dem Gelände des We-are-the-future-Festival in Waiblingen.
Dort ist für kleine und große Gäste von Freitag an am gesamten Wochenende so einiges geboten. Neben dem bunten zirkusartigen Zelt, in dem auf bunten Sesseln gechillt oder eben besagte Wand ausprobiert werden kann, gibt es zahlreiche andere Kreativstände, Spielangebote, einen Kletterturm und jede Menge Möglichkeiten, es sich einfach gut gehen zu lassen.
Und die Besucher – Eltern mit Kindern, Jugendliche und Erwachsene – genießen es sichtlich. Die besondere Atmosphäre wissen auch René Niess und sein dreijähriger Sohn Jonne zu schätzen: „Es ist so herrlich entspannt und nett hier. Keiner will was. Man wird in Ruhe gelassen und kann bei freiem Eintritt einfach mal schauen, was einem gefällt und wie es mit dem Nachwuchs klappt“, sagt Papa René, während Jonne auf seinem Arm eine erste Pause macht. Denn die beiden, die die Veranstaltung beim vorbei fahren gesehen und einfach angehalten haben, waren schon bei den Riesenseifenblasen und auch bei der bunten Reaction Wall.
Nur gut, dass es da nach getaner Arbeit ein Tütchen Popcorn geschenkt gab. Damit konnte sich das Vater-Sohn-Gespann stärken, bevor es weiterging mit dem Ausprobieren. Apropos: Vor dem Bereich der Skatebowl waren gleich mehrere Essensstände und Foodwägen aufgebaut. Wer wollte konnte in diesem Bereich – bei der Skatebowl war auch die Bühne für die Show-Acts aufgebaut – Mode upcyceln, was Neues aus alten Skateboards erschaffen, einfach mit Maultaschen oder einer Roten Wurst den Skatern zuschauen oder beim „Postamt für Demokratie“ eine Karte mit Message kreieren.
Olga Kunz und ihre Tochter Lena taten genau das. Mit einem speziellen und handgefertigten Set, bestehend aus Stempeln und diversen Bastelutensilien, stellten sie eine hübsche Postkarte mit tiefgreifender Message her: Die fast dreijährige Lena hatte sich für den Stempel „Leben ist Utopie“ entschieden. „Es geht um Wünsche und Messages, das hat Lena toll gemacht. Uns gefällt es hier gut. Auch die Maultaschen am Stil können wir empfehlen“, sagt ihre Mutter-
Mit finanzieller Unterstützung der Eva Mayr-Stihl Stiftung sowie Sponsoren und Helfern findet das Festival bereits zum dritten Mal statt – ausprobieren ausdrücklich erwünscht. „Wir wollen Jugendlichen zeigen, was alles möglich ist und dass man mehr machen kann als nur chillen“, sagt Peggy Dietrich, die für die Kids auch 3D-Drucker und Sonnenbrillen bereit hält. „Digitales zieht einfach“, erklärt sie.
Info
Das Festival rund um die Skatebowl beim Hallenbad Waiblingen ist am Sonntag, 13. Juli, noch bis 18 Uhr geöffnet – schnell sein lohnt sich also. Auf Instagram gibt es unter @wearethefuture_festival jede Menge Einblicke.