Das Zeltspektakel in Winterbach verspricht 2026 gleich mehrere musikalische Highlights. Doch für einige Konzerte sind die Sitzplätze bereits vergriffen.

Rems-Murr: Phillip Weingand (wei)

Noch rund 200 Tage sind es bis zum Zeltspektakel in Winterbach (Rems-Murr-Kreis) – und die meisten der dort auftretenden Künstler sind inzwischen bekannt. Bei der 14. Ausgabe des im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindenden Festivals tritt ein Line-Up auf, das sich sehen lassen kann – gerade weil es viele musikalische Facetten abdeckt. Unsere Übersicht zeigt, welche Musiker der Veranstalter, die Kulturinitiative Rock Winterbach, diesmal ins Remstal holt.

 

Fury in the Slaughterhouse: Ohrwurm-Rock aus Deutschland

Den Auftakt machen am Freitag, 24. Juli, Fury in the Slaughterhouse. Die Band aus Hannover prägt seit den frühen 1990er Jahren den deutschen Rock, 2023 gelang ihnen mit Hope! erstmals ein Nummer-eins-Album. Live spielen sie den Soundtrack mehrerer Generationen: von „Time To Wonder“ über „Radio Orchid“ bis zu neueren Songs wie „Sorrowland“. Stehplätze kosten 79,90 Euro im Vorverkauf, an der Abendkasse 81,90 Euro. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr.

Höhepunkt für Bluesrockfans: Die Magic Blues Night

Walter Trout gilt als einer der weltbesten Bluesrock-Gitarristen. Foto: Rijno Boon

Die Magic Blues Night am 25. Juli dürfte für das klassische Kulti-Publikum der Höhepunkt sein. Auf der Bühne stehen drei Generationen Bluesrock: Beth Hart, bekannt für ihre emotionale Stimme und intensive Konzerte, steht als Headlinerin auf dem Programm. The Cinelli Brothers bringen handgemachten Blues und Soul im Stil der 60er und 70er Jahre. Und Walter Trout, eine lebende Blues-Legende und ehemaliger Gitarrist von John Mayall’s Bluesbreakers, komplettiert das Line-up mit elektrischem Bluesrock. Stehplätze für die Veranstaltung, die um 18 Uhr beginnt, sind für 78 Euro im Vorverkauf und 80 Euro an der Abendkasse erhältlich

Metal mit Augenzwinkern: Avantasia in Winterbach

Seit 25 Jahren prägen Avantasia die Powermetal-Szene mit aufwendigen Konzeptalben, spektakulären Liveshows und vielen Gastmusikern. Das Mastermind hinter der Gruppe, Tobias Sammet, verleiht dem Ganzen oft eine ironische Note. Das neue Album „Here Be Dragons“ gilt als eines der stärksten der Band. Avantasia spielt am 26. Juli 2026 in Winterbach. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr. Stehplätze kosten 74,90 Euro (Abendkasse 76,90 Euro), Sitzplätze sind für 82,90 Euro (Abendkasse 84,90 Euro) erhältlich. Das Konzert ist teilweise bestuhlt.

Soul-Weltstar Seal kommt zum Zeltspektakel

Seal hat bereits vier Grammys gewonnen. Foto: IMAGO/Gonzales Photo

Seal, eine der markantesten Stimmen der Popmusik, feiert sein 30-jähriges Bühnenjubiläum und kommt dafür am 28. Juli auch für ein Konzert nach Winterbach. Im Laufe seiner Karriere verkaufte er über 30 Millionen Alben und gewann vier Grammys. Sein Repertoire umfasst Hymnen wie „Killer“, „Crazy“ und „Kiss From A Rose“. Der Beginn des Konzerts ist um 20 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr. Stehplätze kosten 77,50 Euro (Abendkasse 79,50 Euro), Sitzplätze sind für 88,50 Euro (Abendkasse 90,50 Euro) erhältlich.

Dropkick Murphys – energetische Mischung aus Folk und Punkrock

Musikalisch etwas auf die Zwölf gibt es am 29. Juli mit Dropkick Murphys: Die irisch-amerikanische Band mixt Einflüsse aus irischer Folkmusik mit deftigem Punkrock – ein energiereicher Mix, der im Zelt in Winterbach bestimmt ebenso gut funktioniert wie in den Stadien der Rockwelt. Konzertbeginn ist um 20 Uhr, der Einlass startet 18.30 Uhr. Karten für Stehplätze kosten 69 Euro (Abendkasse 71 Euro), Tickets für Sitzplätze 74 Euro (Abendkasse 76 Euro) erhältlich.

Bei den Konzerten der Dropkick Murphys herrscht gute Stimmung. Foto: Veranstalter

Bajuwarische Supergroup: Schmidbauer/Kälberer/Ringlstetter

Werner Schmidbauer und Martin Kälberer sind seit Jahren ein Duo, bekannt für ihre musikalische Zusammenarbeit beim Tollwood Festival in München. Nachdem ihr Auftritt mit Unterhaltungskünstler und Buchautor Hannes Ringlstetter stark bejubelt wurde, gehen sie gemeinsam auf Tour. Auch in Winterbach werden sie am 30. Juli bayerischen Liedermacher-Akustikrock zum Besten geben. Eintrittskarten kosten 59 Euro. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, der Einlass bereits um 18.30 Uhr.

Zum Abschluss gibt es Soul mit Max Herre und Joy Denalane

Max Herre und Joy Denalane, zwei prägende Figuren der deutschen Musikszene, setzen 2026 ihre „Alles Liebe“ Tour fort und kommen am 30. Juli nach Winterbach. Denalane gilt als bedeutende Soul-Sängerin, Freundeskreis-Sänger Herre etablierte neue Erzählformen im deutschen Hip-Hop. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr. Karten für Stehplätze kosten 68 Euro (Abendkasse 70 Euro), Sitzplätze sind für 75 Euro (Abendkasse 77 Euro) erhältlich.

In einigen Kategorien sind bereits Eintrittskarten ausverkauft: Sowohl für Fury in the Slaughterhouse am 24. Juli als auch für die Magic Blues Night am 25. Juli gibt es keine Sitzplatztickets mehr. „Und wer mit einem Sitzplatz für das Konzert von Seal am 28. Juli liebäugelt, sollte sich sputen; auch dafür gibt es nur noch wenige Tickets“, teilt die Kulturinitiative Rock auf ihrer Facebookseite mit.

Mit dem Vorverkauf, das lässt der Kulti-Vorsitzende Steffen Clauss durchblicken, ist er ziemlich zufrieden. „Rund 10.500 Tickets sind schon verkauft“, verrät er. Für zwei der Abende, den 27. und den 31. Juli, gibt es noch kein Programm. „Wir haben schon ein paar Kandidaten, aber es ist noch nichts hundert Prozent spruchreif“, sagt Clauss.

Die Kulturinitiative geht neue Wege bei der Stromversorgung

Derweil laufen auch auf anderen Ebenen die Vorbereitungen für das Festival: „Wir sind dabei, unsere Strom-Infrastruktur komplett neu aufzustellen und bauen dafür eine eigene Trafostation“, sagt Clauss. Das neue Trafo-Häuschen bedeutet einerseits eine große finanzielle Investition für den Verein, würde aber auch viel Aufwand ersparen. „Bisher mussten wir einen Kilometer armdickes Kabel verlegen – das fiele damit weg.“