Ein Mann mit einem Messer hat am Samstagabend die Polizei in Stuttgart auf den Plan gerufen. Nun gibt es weitere Details zu dem Einsatz – auch das Milaneo-Centermanagement äußert sich.
Die Polizei hat weitere Details zu dem Einsatz am Samstagabend rund um das Stuttgarter Einkaufszentrum Milaneo mitgeteilt. Demnach sitzt ein 30-jähriger Tatverdächtiger seit dem Wochenende in Untersuchungshaft. Der Mann stehe im Verdacht „mehrere Straftaten begangen zu haben“, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Zeugen hatten gegen 19.20 Uhr den Notruf gewählt, nachdem der deutsche Staatsangehörige einen 28-Jährigen auf dem Mailänder Platz vor dem Einkaufszentrum geschlagen haben soll. Der Mann flüchtete offenbar in den Bereich unter dem Einkaufszentrum, das zeigen Videoaufnahmen eines Zeugen. Auch sind Polizisten mit gezückten Waffen darauf zu sehen.
Polizei findet Drogen und gefälschte Dokumente
Als die Polizisten den Mann kontrollierten, „soll er ein Messer gezogen und die Beamten damit bedroht haben“, heißt es in der Mitteilung lediglich. Im weiteren Verlauf sei es den Beamten gelungen, den 30-Jährigen festzunehmen. Zu der Flucht des Mannes und dem anschließenden Einsatz macht die Polizei ebenfalls keine Angaben.
Als die Beamten den 30-Jährigen durchsuchten, förderte sie weitere Messer zutage, außerdem hatte er „Kleinstmengen“ an Haschisch, Marihuana, einige XTC-Tabletten sowie gefälschte Dokumente bei sich.
In dem Einkaufscenter, das am ersten Adventswochenende gut besucht war, bekamen die Besucherinnen offenbar zum größten Teil nichts mit. Eine konkrete Gefahr bestand für die Milaneo-Besucherinnen und -Besucher offenbar nicht. Erst als die Polizei den Bereich Wolframstraße und Nordbahnhofstraße sperrte, versammelten sich auch Schaulustige in der abendlichen Kälte.
Centermanager Dirk Keuthen war am Samstag nicht vor Ort, seine Kollegen hätten „überhaupt nichts mitbekommen“, sagte er am Montag auf Nachfrage unserer Zeitung. Lediglich ein Polizeiauto sei vor der Stadtbibliothek gegenüber aufgefallen. „Aber das kommt ja immer mal wieder vor“, so Keuthen. Auch der Wachdienst habe nichts auffälliges registriert an dem Abend. „Der Betrieb bei uns im Haus war überhaupt nicht beeinträchtigt“, so Keuthen.