Festnahme im Großraum Stuttgart Mann mit zwei Identitäten muss erneut in Haft

Von red 

Die Bundespolizei hat in der Nähe von Stuttgart einen 49-Jährigen festgenommen, der mit falschen Papieren unterwegs war. Der Mann, der in Deutschland zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden war, war erst im März in sein Heimatland abgeschoben worden.

Die Bundespolizei hat in der Nähe von Stuttgart einen 49-Jährigen festgenommen. Foto: picture alliance / Marius Becker
Die Bundespolizei hat in der Nähe von Stuttgart einen 49-Jährigen festgenommen. Foto: picture alliance / Marius Becker

Konstanz/Stuttgart - Beamte der Bundespolizei haben am Donnerstag einen 49-Jährigen festgenommen, der mit zwei Identitäten nach Deutschland eingereist war. Wie die Polizei mitteilt, war der Reisebus, der aus der Schweiz kam, in Konstanz erstmals kontrolliert worden. Die Beamten stellten fest, dass eine serbische Staatsangehörige nicht nach Deutschland einreisen hätte dürfen. Die 50-Jährige wurde zur Dienststelle der Bundespolizei in Konstanz gebracht. Der Begleiter der Frau, ein 49-jähriger Serbe, fuhr zunächst weiter im Bus Richtung Stuttgart.

Polizei findet falsche Papiere

Bei der Durchsuchung der Frau auf der Dienststelle wurden dann Papiere ihres Begleiters gefunden, die ganz andere Personalien aufzeigten, als die bei der Kontrolle von ihm vorgelegten Dokumente. Unter den abweichenden Personendaten war der Mann mit einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Verden (Niedersachsen) zur Festnahme ausgeschrieben. Das Amtsgerichte Osterholz-Scharmbeck hatte ihn im Jahr 2017 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Computerbetruges und Diebstahls verurteilt. Der Mann, der erst im März 2019 in sein Heimatland abgeschoben worden war, war zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Davon hatte er noch 452 Tage abzusitzen – für den Fall, dass er nach Deutschland zurückkehrt.

Die Begleiterin soll zurück nach Serbien

Die Bundespolizei in Stuttgart fahndete erfolgreich nach dem Reisebus, der serbische Staatsangehörige wurde festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, wo er sei den Rest seiner Strafe verbüßen soll. Der Serbe hatte nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei in seinem Heimatland seinen Namen gewechselt. Die 50-jährige Frau aus Serbien soll abgeschoben werden.