Dank eines Zeugenhinweises gelingt der Polizei eine Festnahme in der jüngsten Serie von Navidiebstählen. Am Montagnachmittag schnappten Beamte in Vaihingen zwei 26 und 28 Jahre alte Männer, die verdächtigt werden, am Wochenende an der Serie von 18 Autoaufbrüchen in Stuttgart beteiligt gewesen zu sein.

Lokales: Christine Bilger (ceb)

Stuttgart - Ein verdächtiges Päckchen im Gebüsch, ein aufmerksamer Zeuge – und wenige Stunden später gelingt der Polizei eine Festnahme in der jüngsten Serie von Navidiebstählen. Am Montagnachmittag schnappten Beamte in Vaihingen zwei 26 und 28 Jahre alte Männer, die verdächtigt werden, am Wochenende an der Serie von 18 Autoaufbrüchen in Stuttgart beteiligt gewesen zu sein, bei denen Navigationssysteme entwendet wurden.

Zeuge entdeckt Paket im Gebüsch

Ein Zeuge fand am Vormittag im Gebüsch ein Paket, das ihm verdächtig vorkam. Er meldete den Fund bei der Polizei. Die Beamten untersuchten, was an der Paradiesstraße versteckt lag. Sie wussten gleich, dass es eine heiße Spur sein würde: Sie entdeckten ein offenbar aus einem Auto ausgebautes Navigationsgerät.

Die Polizei legte sich auf die Lauer. Denn die Ermittler rechneten damit, dass die Täter bald zurückkehren würden, um das Beutestück abzuholen. Am Nachmittag gegen 15.30 Uhr hatte sich das Warten gelohnt. Die beiden 26 und 28 Jahre alten Männer kamen zu dem Versteck, wo sie von der Polizei erwartet wurden, sagt der Polizeisprecher Peter Sitzler. Die Beamten nahmen die Männer fest. Die Tatverdächtigen wurden am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt und sitzen nun in Untersuchungshaft. Beide sind einschlägig vorbestraft. Sie hatten bereits in anderen Bundesländern Autos aufgebrochen.

Offenbar sind es Auftragstaten für Hintermänner gewesen

Die Polizei untersucht, für welche Aufbrüche die beiden Verdächtigen in Frage kommen. Die Ermittler gehen zunächst davon aus, dass die Taten vom vergangenen Wochenende von einer Tätergruppe begangen wurden. In den zwei Wochen davor waren ebenfalls schon mehrere Autos aufgebrochen worden, meistens Wagen der Marke BMW. Die Konzentration auf ein Fabrikat legt die Vermutung nahe, dass es sich um Auftragstaten handeln könnte – ähnlich wie die Serie von Navidiebstählen vor vier Jahren, als Geräte aus Mercedes-Fahrzeugen ausgebaut wurden. Damals wurden die Täter erst nach mehr als 130 Fällen geschnappt. Wie die nun verhafteten Männer stammten sie aus Litauen. Die Polizei vermutet, dass dort die Hintermänner sitzen, über die man in der Regel wenig von den hier festgenommenen Tätern erfährt.

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