Feuer in Leonberg Brand in Containerunterkunft: Ursache weiter unklar
Bei dem Feuer am Leonberger „Aldikreisel“ war Ende vergangener Woche ein Mann gestorben. Seine Identität ist laut Polizei nach wie vor nicht geklärt.
Bei dem Feuer am Leonberger „Aldikreisel“ war Ende vergangener Woche ein Mann gestorben. Seine Identität ist laut Polizei nach wie vor nicht geklärt.
Als die Leonberger Feuerwehr, der Rettungsdienst sowie die Polizei am Ort des Geschehens eintrafen, schlugen bereits Flammen aus dem Fenster eines der Wohncontainer. Und auch weitere Container der Unterkunft für Obdachlose am Kreisverkehr zwischen Lohlenbachtäle und Gebersheimer Straße waren schon beschädigt.
Was zu diesem Zeitpunkt gegen 3.30 Uhr in der Nacht von 10. auf 11. Juli noch nicht klar war: In dem brennenden Container hatte sich ein Mensch befunden. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Feuerwehrkommandant Wolfgang Zimmermann musste zu Protokoll geben, dass die Person vollständig verbrannt sei. Die Polizei teilte im Nachgang mit, dass es sich um einen Mann handele.
Die genaue Identität des Toten ist jedoch nach wie vor unklar. Das betont Steffen Grabenstein, Pressesprecher des für die weiteren Ermittlungen zuständigen Polizeipräsidiums Ludwigsburg, auf Nachfrage. Auch die Brandursache des verheerenden Feuers ist nach wie vor ungeklärt. Die Ermittlungen dauern laut Grabenstein weiter an.
Auf Nachfrage bestätigt die Leonberger Stadtverwaltung derweil erste Einschätzungen der Polizei, dass zum Zeitpunkt des Brandes 20 Menschen in der Unterkunft für Wohnungslose lebten. „Die Personen, welche direkt neben dem Brandcontainer lebten, wurden noch am selben Tag in anderen Containern in derselben Unterkunft untergebracht“, teilt die städtische Pressesprecherin Leila Fendrich mit.
Die Unterbringung von Obdachlosen und Geflüchteten erfolgt in Leonberg dezentral an etwa 50 verschiedenen Adressen. „In der Containerunterkunft leben aktuell ausschließlich Wohnungslose“, so Fendrich. Insgesamt leben in Leonberg derzeit 656 Geflüchtete in der Anschlussunterbringung und 230 wohnungslose Personen, teilt sie außerdem mit.
Wie es in der Unterkunft am Kreisverkehr nun weitergeht, steht noch nicht fest. Ein Zeitplan, wann die Schäden behoben werden, existiere nicht. Die Polizei hatte den Schaden in einer ersten Mitteilung auf insgesamt rund 50 000 Euro beziffert. Ob dieser Betrag belastbar ist? „Die Stadtverwaltung ist mit der Versicherung im Austausch. Eine Summe kann noch nicht genannt werden“, so Fendrich.
Noch in der Nacht war Leonbergs Oberbürgermeister Martin Georg Cohn zur Einsatzstelle geeilt, um sich ein Bild des Geschehens zu machen. Die Freiwillige Feuerwehr war mit insgesamt 42 Helferinnen und Helfern vor Ort.