Feuerwehr Renningen Die Feuerwehr bekommt hauptamtlichen Mitarbeiter

Die Feuerwehr muss ausrücken, wenn es brennt – so wie hier im August eine Fritteuse Foto: SDMG
Die Feuerwehr muss ausrücken, wenn es brennt – so wie hier im August eine Fritteuse Foto: SDMG

Der Kommandant Erhard Mohr übernimmt die Stelle als hauptamtlicher „feuerwehrtechnischer Mitarbeiter“ gleich selbst.

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Renningen - Die Klage in der Renninger Feuerwehr war schon seit Jahren bekannt – immer mehr Arbeit, die bisher fast ausschließlich ehrenamtlich geleistet werden muss. Nur für die Pflege der Fahrzeuge gibt es Unterstützung durch den Bauhof. Jetzt hat der Gemeinderat reagiert und eine Stelle geschaffen, etwa 60 000 Euro kommen daher zusätzlich auf die Stadt zu.

Als „feuerwehrtechnischer Mitarbeiter“ darf sich der zukünftige Stelleninhaber bezeichnen. Er kümmert sich um die Verwaltung, den Schriftverkehr, aber auch um das Thema Brand- und Katastrophenschutz. Was macht Renningen etwa, wenn der Strom ausfällt? Oder ein Hochwasser droht? „Da brauchen wir Kriseninterventionspläne, auch das soll der Mitarbeiter erarbeiten“, erklärt Marcello Lallo, der Renninger Fachbereichsleiter für Bürger und Recht.

Vertrag ist noch nicht unterschrieben

Ausschreiben wird die Stadtverwaltung indes nicht, einen geeigneten Kandidaten gibt es schon. Erhard Mohr, der bisherige Kommandant wird sich bewerben. „Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben, Ziel ist es aber, dass Mohr die Stelle übernimmt“, bestätigt Lallo. Eines ist ihm aber wichtig. „Das Thema haben wir personenunabhängig bearbeitet“, betont der Fachbereichsleiter. „Wir hätten die Stelle auch geschaffen, wenn Mohr kein Interesse gehabt hätte.“

Erhard Mohr wird auch zukünftig Renninger Feuerwehrkommandant bleiben – damit wird die Stadt aber keinen „hauptamtlichen Kommandanten“ haben, das betonen alle Beteiligten. Mohr füllt beide Ämter vielmehr in Personalunion aus. „Uns ist wichtig, dass die Kameraden ihren Kommandanten selbst wählen können, das wäre nicht möglich, wenn er hauptamtlich angestellt wäre“, erklärt Marcello Lallo.

Feuerwehr ist eine heilige Kuh

Die Gemeinderäte genehmigen die Stelle ohne große Diskussion, nur Jürgen Lauffer will wissen, ob es gleich eine ganze Stelle sein muss. „Aber die Feuerwehr ist schließlich unsere heilige Kuh“, sagt er dann.

Ein „feuerwehrtechnischer Mitarbeiter“ ist für eine Stadt wie Renningen bisher noch die Ausnahme. Weil der Stadt etwa hat keine solche Unterstützung.

 




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