Feuerwehr-Triathlon Renningen Badehose und Turnschuh statt Feuerwehrstiefel

Von Kai Leitenberger 

Der Wettbewerb gehört schon lange fest zum Jahresprogramm der Feuerwehr.

Im Renninger Freibad wird zum Teil mit harten Bandagen um eine gute Zeit gekämpft. Foto: Andreas Gorr
Im Renninger Freibad wird zum Teil mit harten Bandagen um eine gute Zeit gekämpft. Foto: Andreas Gorr

Renningen - Fit for fire fighting – diesen Slogan hat der Deutsche Feuerwehrverband um die Jahrtausendwende ins Leben gerufen, um für Triathlon als ideales Fitnesstraining für Feuerwehrleute die Werbetrommel zu rühren. In Renningen war das damals fast schon ein alter Hut. Die Freiwillige Feuerwehr Renningen hat nun zum inzwischen 35. Mal einen Triathlonwettbewerb organisiert.

Dabei spielte für die Kameraden bei idealen Bedingungen neben dem Sportlichen auch der Spaßfaktor eine große Rolle. Insgesamt 27 Teilnehmer gingen frühmorgens im Renninger Freibad an den Start. Rund die Hälfte der Teilnehmer kam von der Feuerwehr Renningen, einige aus umliegenden Wehren. Auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie Familienangehörige und Bekannte waren mit dabei.

Kürzere Distanz für Einsteiger

Nach der Streckeneinweisung durch den Organisator Manfred Gaubisch ertönte das Startsignal. 300 Meter Schwimmen, 15 Kilometer Radfahren und 4,5 Kilometer Laufen galt es zu meistern. Für Einsteiger oder ältere Teilnehmer gab es die Möglichkeit, hundert Meter weniger zu schwimmen und zwei Kilometer weniger zu laufen. Einige teilten sich die Disziplinen auch in der Staffel auf.

Schon nach wenigen Minuten hatten die Ersten das Schwimmbecken hinter sich gelassen und wechselten auf das Fahrrad. Die Strecke führte die Teilnehmer über Renningen nach Rutesheim, Perouse und Heimsheim schließlich zur Wache der Abteilung Malmsheim.

Besonders anspruchsvoll wurde es auf der Radstrecke bei einer Steigung im Wald zwischen Heimsheim und Malmsheim, die den Sportlern alles abverlangte. An der Feuerwache angekommen stiegen die Triathleten vom Rad und zogen sich ihre Laufschuhe an, um auch die letzte Disziplin zu absolvieren. Als Erster der Gesamtwertung kam Thomas Blaich nach 56:48 Minuten ins Ziel. Simon Binder (59:20) von der Feuerwehr Leonberg sicherte sich den zweiten Platz. Erster der internen Renninger Feuerwehrwertung und damit Gewinner des Wanderpokals war Robert Mayer mit einer Zeit von einer Stunde und knapp drei Minuten.

Fitness für den aktiven Dienst

„Wir sind die einzige Feuerwehr im Umkreis, die den Triathlon veranstaltet. Und das seit 35 Jahren“, sagt Manfred Gaubisch, der Mitglied der Altersabteilung ist. Seit 30 Jahren organisiert er den jährlichen Wettbewerb, für den er sich noch mehr Teilnehmer aus den umliegenden Wehren wünscht. Denn der Triathlon bringt „Fitness für den aktiven Feuerwehrdienst“, so Norman Wiechmann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Renningen.

Auch ganze Familien sind in Renningen willkommen. Besonders aktiv: Familie Brand. Die Eltern Matthias und Petra sowie die Kinder Mona, Ben und Jule, alle haben sie beim Feuerwehrtriathlon mitgemacht. Nach den Anstrengungen gab es für die Teilnehmer eine verdiente Stärkung. Das gemeinsame Frühstück in der Feuerwache Malmsheim gilt Norman Wiechmann zufolge als das „heimliche Highlight“ und ist zugleich „krönender Abschluss.“