Feuerwehr Waiblingen Das passende Grundstück fehlt noch

Einsatz unter schlechten Bedingungen: Im Feuerwehrhaus in Hegnach fehlt es an Stellplätzen, Räumen und Sanitäranlagen. Foto: StZ/Phillip Weingand
Einsatz unter schlechten Bedingungen: Im Feuerwehrhaus in Hegnach fehlt es an Stellplätzen, Räumen und Sanitäranlagen. Foto: StZ/Phillip Weingand

Die Feuerwehr Hegnach braucht neue Räume: Die Einsatzkräfte haben nicht mal eine Duschmöglichkeit. Doch die Suche nach einem passenden Grundstück ist schwierig.

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Waiblingen - Das Feuerwehrhaus in der Waiblinger Ortschaft Hegnach ist schwer in die Jahre gekommen. Der Platz in der Kirchstraße reicht hinten und vorne nicht aus: Zum Einsatz anrückende Feuerwehrleute finden keinen Stellplatz, um ihre Privatautos abzustellen. Auch sind die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr teils zu hoch und zu breit für die verfügbaren Abstellplätze im Feuerwehrhaus. Duschen gibt es nicht. Nach ihren Einsätzen müssen die Feuerwehrfrauen und -männer deshalb erst nach Hause fahren, um sich von Ruß, Schmutz und Rauchgestank zu befreien.

Keine Lösung für das Platzproblem

Die Stadt hat nun verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie sich die Situation verbessern ließe. Die Gedankenspiele reichen von einer Sanierung plus Umbau über Anbauten an das Bestandsgebäude bis hin zum kompletten Neubau. Eine reine Sanierung und Umbau sei jedoch nicht sinnvoll, sagt der Hochbauamtsleiter Michael Gunser: „In kleine Maßnahmen zu investieren bringt keine Verbesserungen.“ Selbst ein Neubau im erlaubten Baufenster behebe das gravierende Platzproblem nicht wirklich: „Vor der Halle bleibt immer noch zu wenig Fläche um die Fahrzeuge zu rüsten.“

Insofern scheint auch die Variante, einen Anbau hin zur Wolfgang-Gans-Straße und unter Nutzung des Hofs zu errichten, nicht wirklich sinnvoll. Eine Drehung des Anbaus um 90 Grad würde zwar Hoffläche bewahren, für die Einsatzfahrzeuge entstünde dadurch aber eine s-förmige Ausfahrt, erklärt Michael Gunser: „Da könnte über kurz oder lang etwas passieren.“

Abbruch oder Neubau?

Die Stadtverwaltung hat auch einen Abbruch des alten Feuerwehrhauses und einen Neubau bis zur Grundstücksgrenze untersucht – doch selbst in diesem Fall wären immer noch deutlich zu wenig Stellplätze für die Privatautos der Einsatzkräfte vorhanden. „Wenn es ginge, würden wir lieber heute als morgen anfangen, aber es hat keinen Sinn, an der bestehenden Stelle zu investieren“, sagt der Oberbürgermeister Andreas Hesky. Das Fazit: die Stadt muss dringend einen Neubau an anderer Stelle planen, was fehlt ist jedoch ein passendes Grundstück in der richtigen Lage. Bis auf Weiteres müssen die Feuerwehrleute also nach einem Einsatz weiterhin erst nach Hause, bevor sie sich unter die Dusche stellen können.




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