Feuerwerksfestival in Ostfildern „Flammende Sterne“ vor dem Aus?
2023 finden die „Flammenden Sterne“ in Ostfildern statt, dann läuft der Vertrag aus. Die Freien Wähler fordern, dass der Gemeinderat über die Zukunft des Festivals entscheidet.
2023 finden die „Flammenden Sterne“ in Ostfildern statt, dann läuft der Vertrag aus. Die Freien Wähler fordern, dass der Gemeinderat über die Zukunft des Festivals entscheidet.
Das Feuerwerksfestival „Flammende Sterne“ lockt jedes Jahr Zehntausende Besucher in den Scharnhauser Park. Dieses Jahr ist die Veranstaltung gesichert, doch dann läuft der Vertrag aus. Ob es mit dem Festival weitergeht oder nicht, möchten die Freien Wähler im Ostfilderner Gemeinderat entscheiden. Deren Fraktionschefin Petra Hönschel-Gehrung beantragte in der jüngsten Sitzung im Stadthaus im Scharnhauser Park, über den Stand der Verhandlungen zu der Großveranstaltung informiert zu werden. Aus ihrer Sicht sollen die Stadträte über die Zukunft des Festivals abstimmen.
Zu der Veranstaltung, die viel überregionales Publikum anzieht, hatte sich Oberbürgermeister Christof Bolay im Vorfeld kritisch geäußert: „Alles hat seine Zeit.“ Zukünftig möchte er Formate wie den Gartentraum oder das Drachenfest ausbauen, die mehr Menschen aus der Stadt ansprechen. Das sieht Hönschel-Gehrung anders: Die Veranstaltung „Flammende Sterne“ sei „zu einem schönen Event für Daheimgebliebene in den Sommerferien geworden“. Der größte Teil der Bevölkerung Ostfilderns erfreue sich an den Feuerwerken. „Weiter ist das Event für Gastronomie sowie Hotels für Übernachtungen eine feste Größe geworden.“ Da in diesem Jahr der Vertrag mit den Veranstaltern ausläuft, fordern die Freien Wähler, dass der Gemeinderat hier mit entscheiden müsse.
In den vergangenen Jahren waren kritische Stimmen laut geworden, die das Festival wegen der Brandgefahr, aber auch wegen der Belastung für die Umwelt in Frage stellten. Hönschel-Gehrung sieht das anders und verweist dabei auf einschlägige Expertisen. Das Sicherheitskonzept habe sich bewährt. Die Verbindung des Tickets mit dem öffentlichen Nahverkehr habe die Verkehrsprobleme reduziert. „Die Einschränkungen der Bürgerinnen und Bürger an diesen drei Tagen sind unserer Meinung nach vertretbar.“ Bolay nahm den Antrag zur Kenntnis und will prüfen, ob und in welcher Form der Gemeinderat ein Mitspracherecht habe.