Filder Ausbau der B 27 soll priorisiert werden

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Nach Auskunft des Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel stagniert die Planung für den Ausbau der B 27. Es seien zu viele Projekte als gleich wichtig eingestuft. Selbst mit mehr Personal sei das alles gar nicht zu stemmen.

Es wird beklagt, dass der Ausbau der B 27 auf den Fildern keine Priorität habe. Foto: Thomas Krämer
Es wird beklagt, dass der Ausbau der B 27 auf den Fildern keine Priorität habe. Foto: Thomas Krämer

Filder - Der Ausbau der B 27 zwischen Aich und dem Echterdinger Ei ist zwar in der Kategorie „vordringlicher Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans. Das reicht nach Einschätzung des Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel (Grüne) für einen zügigen Ausbau auf sechs Spuren jedoch nicht aus.

Zu viele Projekte als vordringlich eingestuft

Das Problem sei, dass vom Bund viel mehr Straßenbauvorhaben als vordringlich eingestuft worden seien, als sich selbst mit dem aufgestockten Personal in den nächsten Jahren planen ließen, schreibt Gastel in einer Pressemitteilung. „Bundesregierung und Bundestag haben sich darum gedrückt, eine wirkliche Priorisierung vorzunehmen“, stellt der grüne Bundestagsabgeordnete fest.

Nach Auffassung von Gastel sollte sich die zuständige Straßenbauverwaltung des Landes auf diejenigen Projekte konzentrieren, die mit verhältnismäßig geringen Eingriffen in die Landschaft und zugleich mit hoher verkehrlicher Wirkung verbunden sind. „Was wir verkehrspolitisch brauchen, ist der gezielte Ausbau von Engpässen im übergeordneten Straßennetz“, so Gastel. Dazu gehöre der Ausbau der B 27 sowie der A 81 und A 8. Außerdem müssten die Schienenwege erweitert werden. Dazu gehöre die Verlängerung der S-Bahn nach Neuhausen und schließlich ins Neckartal.

Unterstützung aus Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen

Diese Forderung wird auch von Filderstadts Oberbürgermeister Christoph Traub unterstützt. „Wir können auf keines der uns zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel verzichten“, sagt er. Nach seiner Kenntnis würden die Planungen für den Ausbau der B 27 nicht ruhen. Traub möchte vom Regierungspräsidium aber wissen, wie es bei diesem Projekt weitergeht.

Auch für Leinfelden-Echterdingen ist der Ausbau der Schnellstraße wichtig. „Wir erhoffen uns schon, dass der Verkehr dann besser abfließt“, sagt Bürgermeisterin Eva Noller. Auch sie will wissen, wie weit die Planung ist. Bisher bekomme die Stadt vom RP nur die Auskunft, dass es noch keinen Plan gebe. Für Noller steht fest, dass die Filder verkehrlich sehr stark belastet sind. Dies zeige auch die Tatsache, dass die Stuttgarter Straßenbahnen alle ihre nächsten Projekte auf den Fildern planen würden: die Verlängerung von U 5, U 6 und S 2.