Filderstadt-Bernhausen Die Preise im Park-and-Ride-Parkhaus steigen

Park-and-Ride-Parkhaus: Tarife für  Langzeitparker steigen. Foto: www.mauritius-images.com
Park-and-Ride-Parkhaus: Tarife für Langzeitparker steigen. Foto: www.mauritius-images.com

Vorerst werden die Preise im Park-and-Ride-Parkhaus in Filderstadt-Bernhausen nur moderat angehoben. Die endgültige Tarifgestaltung soll 2018 geschehen, wenn eine Parkraumuntersuchung für den Ortskern fertig ist.

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Bernhausen - Die Parkgebühren im Bernhäuser Park-and-Ride-Parkhaus steigen. Dies haben die Mitglieder des Stadtwerkeausschusses am Mittwochabend einstimmig beschlossen. Die neuen Tarife gelten vom 1. Januar an.

Das Parkhaus ist vor allem an Werktagen häufig voll belegt. Dies, sagte der Stadtwerkechef Jan Meier, sei vor allem auf „auswärtige Messe-und Urlaubsparker und auf Beschäftigte, die am Flughafen arbeiten, zurückzuführen. „Dazu kommt, dass wir bisher äußerst günstige Tarife haben, die das Parkhaus für Dauerparker attraktiv macht“, sagte er. Dadurch würden Kurzzeitparker, welche die Innenstadt von Bernhausen aufsuchten, zurückgedrängt. Dem wolle man mit der Erhöhung der Dauertarife entgegenwirken.

Außerdem sei zu berücksichtigen, dass der Betrieb der Parkhäuser im Durchschnitt Jahresverluste von 120 000 Euro erziele. „Ein Defizit von 120 000 Euro ist nicht wenig. Wir müssen uns fragen, ob die Tarifgruppen zeitgemäß sind“, sagte Walter Schwaiger (CDU). Der Preis von einem Euro für Kurzparker könne so bleiben, aber nicht für zwölf, sondern nur für vier Stunden: „In dieser Zeit kann man viel einkaufen.“ Für vier bis zwölf Stunden könne man dann zwei Euro und für 24 Stunden drei Euro statt wie bisher zwei Euro verlangen.

Gemeinderäte fordern Bevorzugung der Kurzparker

„Wir sind ebenfalls der Meinung, dass Kurzparkzeit nur bis zu vier Stunden eingeräumt werden soll. Für Parken darüber hinaus sollen die Parkgebühren angehoben werden“, sagte Ernst Schumacher (Freie Wähler). „Wir wollen uns auf die Langzeitparker konzentrieren“, sagte Monika Riegraf (Grüne). Es könne nicht sein, dass jemand im Parkhaus sein Auto abstelle und dann in den Urlaub fliege: „Deshalb ist uns die Staffelung von fünf Euro auf sechs Euro pro Tag zu wenig. Wir legen Wert auf günstige Kurzzeitparkplätze.“ Edeltraud Herrmann (SPD) regte an, eine Ebene des Parkhauses nur für Kurzzeitparker zur Verfügung zu stellen. Auch die Monatskarte sei vergleichsweise billig.

Reservierung einer Etage für Kurzparker ist technisch nicht möglich

Die jetzige Erhöhung, sagte Oberbürgermeister Christoph Traub, sei nur der erste Schritt: „Wir müssen für weitere Entscheidungen die Parkraumuntersuchung abwarten.“ Damit werde das Parken und die Gestaltung der Gebühren für das gesamte Ortszentrum untersucht. Mit einer Tageskarte für sechs Euro sei man „noch günstiger als das Umfeld“. Die Urlaubsparker dürfe man nicht ganz verlieren, denn wegen der Wirtschaftlichkeit brauche man ein belegtes Parkhaus.

Der Reservierung einer Etage für Kurzparker erteilte Traub eine Absage: „Wir müssten dafür die Systematik des Gebäudes ändern.“ Die Verwaltung mache die Parkraumuntersuchung so schnell wie möglich, damit das Gremium weiter über Gebühren entscheiden könne.




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