Filderstadt Die meisten Kandidaten wollen Flüchtlingen helfen

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Die meisten Kandidaten, die sich für die Wahl des Jugendgemeinderats in Filderstadt präsentierten, wollen Flüchtlingen helfen. Die Wahl dauert vom 7. bis 12. Dezember. Sie findet in Schulen und im Jugendzentrum in Bernhausen statt.

Maurice Scheierlein und Seline Heim (stehend) befragten die Kandidaten zu ihren Zielen, falls sie gewählt werden. Foto: Otto-H. Häusser
Maurice Scheierlein und Seline Heim (stehend) befragten die Kandidaten zu ihren Zielen, falls sie gewählt werden. Foto: Otto-H. Häusser

Bernhausen - Viele Wähler waren nicht gekommen als sich am Donnerstagabend 18 der 27 Kandidaten im Jugendzentrum „Z“ in Bernhausen vorstellten.

Die 14- bis 18-Jährigen kamen in kleinen Gruppen auf die Bühne und präsentierten ihre Ziele, die sie im Jugendgemeinderat umsetzen wollen. Dabei zeigte sich, dass die meisten Bewerber etwas für Flüchtlinge tun wollen, falls sie gewählt werden. Angebote für Kinder der Asylbewerber sollen gemacht werden. Eine Kandidatin, die selbst ausländische Wurzeln hat, will dass sich die Migranten und die Deutschen mehr vermischen und mehr miteinander machen.

Kandidatin wünscht sich Debattierclub

Ein 15-Jähriger will sich dafür einsetzen, dass es mehr Begegnungen von Filderstädtern mit Flüchtlingen gibt. „Man sieht sie nur auf der Straße, wirklich kennen tut man sie nicht“, sagte er. Ein Jugendlicher machte sich offenbar vor dem Hintergrund der Terroranschläge in Paris für den Islam stark. „Alle Religionen sind eigentlich nicht böse, die Menschen sind es, die die Religion gut oder schlecht machen“, erklärte er.

Eine 15-Jährige will einen „Debattierclub“ einrichten, „wo jeder seine politische Ansichten vortragen kann“. Es brauche einen Treffpunkt, an dem man sich nach einem stressigen Alltag zurückziehen oder aber diskutieren könne.

Auch andere Kandidaten setzten sich für Treffpunkte für Jugendliche in den Stadtteilen ein. Ein Harthäuser sagte: „Wir haben nichts in Harthausen.“ Es gebe dort nur eine Halfpipe. Deshalb sei es wichtig, dass man sich politisch engagiere. Ein anderer Junge aus Harthausen will sich dafür einsetzen, dass man in dem kleinsten Stadtteil auf dem Sportplatz Fußball spielen darf, auch wenn man nicht im TSV Mitglied ist. „Wir müssen bisher immer zum ESG-Sportplatz fahren“, sagte er. Einige Kandidaten, die bereits jetzt dem Jugendgemeinderat angehören, wollen dafür eintreten, das bereits initiierte Projekte, wie das Beach-Volleyball-Feld, realisiert werden.

Wahllokale in den Schulen

Die Wahl des JGR findet vom 7. bis 11. Dezember in den Schulen statt. Am Samstag, 12. Dezember, kann man außerdem von 14 bis 18 Uhr seine Stimme im „Z“ abgeben. Suyin Völlm, die bei der Verwaltung für den JGR zuständig ist, bat die Kandidaten noch mal intensiv für die Wahl zu trommeln. Die erste Sitzung des neuen Jugendgemeinderats findet am 12. Januar statt. Am Wochenende darauf fahre man zur Jugendherberge Tübingen, um dort den Jugendräten die politische Arbeit nahe zu bringen. Dabei werde auch ein Überblick über die Aufgaben der Verwaltung und des Gemeinderats gegeben. Völlm sagte zu den Kandidaten, dass diejenigen, die nicht gewählt werden, eventuell nachrücken könnten. In der laufenden Periode sei dies oft passiert, sagte Maurice Scheierlein, der bedauerte, dass er nicht mehr kandidieren darf.