Filderstadt Nachwuchs bleibt bei seiner Wunschliste für Freizeitsport

Geschmettert und gebaggert soll nach dem Willen der Filderstädter Jugendgemeinderäte bald auch am Rand von Bernhausen werden. Foto: Symbolbild/dpa
Geschmettert und gebaggert soll nach dem Willen der Filderstädter Jugendgemeinderäte bald auch am Rand von Bernhausen werden. Foto: Symbolbild/dpa

Trotz der sinkenden Finanzreserven wollen sich die Jugendgemeinderäte in Filderstadt nicht komplett von den Plänen für die Erweiterung des Skateparks und den Bau eines Beachvolleyballfelds verabschieden. Eine abgespeckte Version soll einen Kompromiss darstellen.

Rems-Murr: Sascha Schmierer (sas)
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Filderstadt - Trotz der schwindenden Finanzreserven wollen die Jugendlichen in Filderstadt an ihrer Wunschliste für den Freizeitsport nach wie vor festhalten. Das hat Florian Wußmann als Sprecher des Jugendgemeinderats bei einem Auftritt vor den Stadträten bekräftigt.

In einer Rede zu den Haushaltsdaten betonte der 18-Jährige am Montag, weder die Forderung nach einer Sanierung und Erweiterung der Skateanlage in Bernhausen noch die Vision von einer Beach-volleyballanlage beim Eduard-Spranger-Gymnasium zu den Akten legen zu wollen. Einer der beiden Ideen aus Geldnot den zeitlichen Vorzug zu geben, lehnt der Jugendgemeinderat auch weiterhin ab.

Eine Prioritätenliste lehnt der Politiknachwuchs weiter ab

„Wir wollen das Interesse verschiedener jugendlicher Nutzer nicht gegeneinander ausspielen“, erklärte Wußmann den Standpunkt des Nachwuchsgremiums. Ober-bürgermeister Christoph Traub hatte den Jugendgemeinderat aufgefordert, sich Gedanken über eine Prioritätenliste zu machen, um zumindest eines der Projekte zeitlich schieben zu können. Als Idee aus den Reihen der Jugendlichen verwirklicht wurden in der Vergangenheit etwa der für Zweirad-Akrobaten gedachte Dirt-Park in Bernhausen oder der von Hobbykickern gern genutzte Mini-Court in Sielmingen.

Bei der aus Sicht der Jugendlichen mehr als nur wünschenswerten Erneuerung der bestehenden Skateanlage und den Plänen für ein Sandplatz-Mekka für Beachvolleyball-Fans beißt der Nachwuchs aber auf Granit: Im März ließ die frühere Oberbürgermeisterin Gabriele Dönig-Poppensieker den Jugendlichen ausrichten, dass Halfpipes und Rampen aus Sicht der Stadt in einwandfreiem Zustand sind. Beim Beachvolleyball solle erst mal die Entwicklung bei den Sportpark-Plänen des TSV Bernhausen abgewartet werden.

Als Kompromiss ist eine abgespeckte Version im Gespräch

Weil sich dieses Projekt wohl verzögert, sind die Jugendlichen durchaus auch zu Zugeständnissen bereit. Statt der in einer Grobkalkulation schon ohne Grunderwerb auf 110 000 Euro geschätzten Großanlage wollen die Nachwuchsräte eine abgespeckte Version mit nur einem Feld verwirklicht sehen. Das Eduard-Spranger-Gymnasium wäre laut Florian Wußmann bei Bau und Betrieb auch zu Unterstützung bereit.




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