Das Wasser im Bombach in Bonlanden ist wieder in Ordnung . Die Grenzwerte für Ammonium liegen laut Tiefbauamt unter den gesetzlichen Grenzwerten. Vor zwei Wochen waren bei Proben überhöhte Werte festgestellt worden. .

Bonlanden - Der Leiter des Tiefbauamts, Norbert Branz, kann zwar noch nicht Entwarnung geben. Seit Kurzem ist die Qualität des Wassers im Bombach jedoch wieder hergestellt. Branz hofft nun, dass dies so bleiben wird.

Ende vergangener Woche hatte das Tiefbauamt eine Verunreinigung des Bachs gemeldet. Bereits Mitte Mai waren die Grenzwerte für Ammonium, das vor allem in Fäkalien enthalten ist, am Auslauf der Kläranlage in den Bombach deutlich angestiegen. Werte bis zu 28 Milligramm pro Liter seien gemessen worden, berichtet die Leiterin der Stadtentwässerung, Hannelore Schaal. Der Grenzwert liegt bei fünf Milligramm je Liter.

Normalerweise werde das Ammonium in den beiden Klärstufen Nitrifikation und Denitrifikation abgebaut, sodass schließlich Stickstoff in die Atmosphäre entweiche, sagt Tiefbauamtsleiter Branz. Dieser Abbauprozess sei jedoch gestört worden. Ein Hemmstoff, der offensichtlich aus der Galvanik eines metallverarbeitenden Betriebs stamme, sei in die Kanalisation eingeleitet worden. Dieser Hemmstoff habe die für den Abbau verantwortlichen Mikroorganismen geschädigt und zerstört.

Verursacher noch unbekannt

Der Verursacher wurde bisher noch nicht gefunden. „Wie haben jedoch aus den in Frage kommenden Zuleitungen Proben entnommen.“ Diese würden nun untersucht. Branz hofft, dass man dann die Ursache für die Verschmutzung herausfindet.

Weil der Bombach nicht viel Wasser führe, habe sich die Einleitung relativ stark bemerkbar gemacht. „Es wurden auch einige tote Fische im Bach entdeckt“, sagt Hannelore Schaal. Offenbar gibt es im Bombach immer wieder Forellen, die von der Aich aus eine Stück weit den Bach aufwärts schwimmen.

Branz ist froh, dass die Ursache für die Wasserverschmutzung nicht bei der Kläranlage liegt. Sie wird bekanntlich seit eineinhalb Jahren ausgebaut. „Dort wird am offenen Herzen gearbeitet“, sagt Branz. Man habe schnell klären können, dass die Technik der Anlage keine Fehler aufweise. „Die Kläranlage hat immer gut gearbeitet.“ Dies habe man anhand der seitherigen Proben, die am Auslauf genommen wurden, feststellen können.

Spät informiert

Bleibt die Frage, weshalb die Öffentlichkeit erst zwei Wochen nach Kenntnis der Verunreinigung des Bachs informiert wurde. Der Tiefbauamtsleiter erklärt dies damit, dass die Konzentration des Ammoniums nach und nach zugenommen habe. Dann sei das Landratsamt als Untere Wasserbehörde eingeschaltet worden. Man habe wissen wollen, wie stark die Verunreinigung ist, bevor die Sache bekannt gemacht wurde. „Schließlich soll auch keine Panik verbreitet werden“, sagt Norbert Branz.