Filderstädter Reitturnier Die Schülerin besiegt ihren Trainer
Das 22. Turnier des Reit- und Fahrvereins Filderstadt erlebt mit mehr als 400 Starts ein Mammutprogramm – darunter ein Schreckmoment mit folgender Unterbrechung.
Das 22. Turnier des Reit- und Fahrvereins Filderstadt erlebt mit mehr als 400 Starts ein Mammutprogramm – darunter ein Schreckmoment mit folgender Unterbrechung.
Gut 20 Dressur- und Springprüfungen, insgesamt 409 Starts von 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Württemberg. Das sind die statistischen Eckdaten zum 22. Reit- und Springturnier des Reit- und Fahrvereins Filderstadt, das am Pfingstwochenende im Sielminger Emerland mit gutklassigem Sport über die Bühne ging – unterbrochen allerdings von einem Schreckmoment.
Bei einer Freiluftveranstaltung ist es dann halt immer auch eine Frage des Wetters. Als der Wind plötzlich allzu heftig über die Anlage pfiff, musste das Starterfeld während einer der Springkonkurrenzen notgedrungen Pause machen. Trotz mehrfacher Absicherung der Hindernisse durch schwere Gewichte flogen losgerissene Teile durch die Luft. Der im Parcours befindliche Reiter wurde abgewunken. „Die Kälte und der Regen haben uns nichts anhaben können, aber in so einem Fall stehen Sicherheit von Reiter, Pferd und Zuschauern über allem“, sagt die Turnierchefin Annick Todten. Bis auf diesen Zwischenfall lief freilich alles reibungslos.
Die hochklassigsten Prüfungen waren eine M-Dressur am Samstag und eine gemischte L/M-Springprüfung am Montag, jeweils mit 300 der insgesamt 2000 Euro Preisgeld dotiert. Den Sieg im Dressurviereck sicherte sich der Favorit Uwe Heinrich vom RFV Weilheim/Teck auf seiner zwölfjährigen Stute Delisha von Worrenberg. Platz eins in der erwähnten Springprüfung ging an die Lokalmatadorin Tamara Stump vom Gastgeber-Verein. Auf Diamantino blieb sie ohne Fehlerpunkte. 13 Hundertstelsekunden Vorsprung gaben den Ausschlag.
Ganz besonders freute sich über dieses Ergebnis der knapp geschlagene Dominik Todten auf Diamond Dust. Der Grund: Er ist der Trainer der Gewinnerin. „Er gibt natürlich nichts Besseres, als von seiner eigenen Schülerin bezwungen zu werden“, sagt Annick Todten, die nicht nur Turnierchefin, sondern auch die Ehefrau des ehemaligen Vereinsvorsitzenden ist.