Filmfestival in Cannes Hazanavicius/Bejo - Traumpaar des französischen Films

Von the/dpa 

Der rote Teppich von Cannes fest in französischer Hand: Mit Michel Hazanavicius und Bérénice Bejo sowie Marion Cotillard und Guillaume Canet verströmten gleich zwei berühmte Künstlerpaare Glamour. Begeistert wurde die neue Dokumentation von Wim Wenders aufgenommen.

Glamour à la française in Cannes: Regisseur Michel Hazanavicius und seine Frau, die Schauspielerin Bérénice Bejo Foto: Getty Images Europe 16 Bilder
Glamour à la française in Cannes: Regisseur Michel Hazanavicius und seine Frau, die Schauspielerin Bérénice Bejo Foto: Getty Images Europe

Der rote Teppich von Cannes fest in französischer Hand: Mit Michel Hazanavicius und Bérénice Bejo sowie Marion Cottilard und Guillaume Canet verströmten gleich zwei berühmte Künstlerpaare Glamour. Begeistert wurde die neue Dokumentation von Wim Wenders aufgenommen.

Cannes - Sie sind das Glamourpaar des französischen Films und seit dem Oscar-Hit "The Artist" auch außerhalb ihrer Heimat gefragt: Regisseur Michel Hazanavicius und seine Frau, die Schauspielerin Bérénice Bejo. In Cannes stellten die beiden am Mittwochabend "The Search" vor, mit dem sie in den Wettbewerb um die Goldene Palme gehen.

Hazanavicius wendet sich in seinem neuen Werk einem deutlich ernsteren Thema als in seinem Oscar-Abräumer: Dem Tschetschenienkrieg. Er habe dieses Projekt schon länger im Kopf gehabt, erklärte der französische Regisseur. Doch erst der Erfolg von „The Artist“ habe es ihm ermöglicht, das auch zu realisieren. In „The Search“ porträtiert er nun mehrere Menschen, deren Schicksale durch den Krieg verbunden werden.

Ein weiteres französisches Traumpaar schritt kurz darauf über den roten Teppich: Oscar-Presiträgerin Marion Cotillard hielt sich mit ihrer Mutter dezent im Hintergrund, als ihr Lebensgefährte Guillaume Canet zusammen mit Catherine Deneuve, der Grande Dame des französischen Films, seinen neuen Film "L’Homme Qu’On Aimait Trop" vorstellte.

Wenders Salgado-Dokumentation begeistert gefeiert

Ausgiebig bejubelt wurde der deutsche Regisseur Wim Wenders für seine Dokumentation „The Salt of the Earth“, einer bildgewaltigen Würdigung des brasilianischen Ausnahme-Fotografen Sebastião Salgado. Der 70-jährige Salgado erzählt darin von den Menschen, denen er für seine Fotoreportagen ganz nah kam: Goldgräber in Südamerika zum Beispiel, die ihre schwere Last über dünne Holzleitern schleppen. Mit Öl verschmierte Feuerwehrmänner an den brennenden Ölfeldern Kuwaits. Verzweifelte Flüchtlinge in Ruanda. Bis aufs Skelett abgemagerte Kinder in der Sahelzone.

„Andere Fotografen sind ein paar Tage in einem Krisengebiet, oder nur ein paar Stunden“, sagte Wenders. „Salgado hat oft Monate zugebracht, um die Menschen dort kennenzulernen.“




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