Mit viel trockenem, schwarzem Humor und Sinn für skurrile Details erzählt Regisseur Hannes Holm eine tragikomische Geschichte über die Läuterung eines Misanthropen, basierend auf Fredrik Backman gleichnamigen Bestsellerroman. Oves scheinbar gegensätzliche Charakterzüge nachvollziehbar zu machen, ist vor allem das Verdienst von Rolf Lassgård, hierzulande als Wallander-Darsteller nach Mankells Romanen bekannt. Den Grantler nimmt man ihm sofort ab, weit bemerkenswerter aber ist, wie er ganz subtil, in vielen kleinen Gesten auch die wärmeren Gefühle seiner Figur zum Vorschein bringt – etwa, wenn Ove an den alten Mänteln seiner verstorbenen Frau riecht, die sonst so grimmige Miene voll Sehnsucht und Verzweiflung. Die lebenslustige Sonja war in allem das Gegenteil von Ove, sie scheint ihn als Mensch erst komplett gemacht zu haben. Wie Ove sich in Rückblenden an sie erinnert, wie er langsam lernt, auch ohne Sonja dem Leben wieder positiver zu begegnen, das schildert der Film oft anrührend, vor allem aber urkomisch – auch weil seine Hauptfigur stets ihren grummeligen Kern bewahrt.