Anzeige Filmschau Baden-Württemberg Ti amo, Filmstandort Stuttgart!

Ti amo, Filmstandort Stuttgart! Szene aus „Karussell“ Foto: Filmschau Baden-Württemberg
Ti amo, Filmstandort Stuttgart! Szene aus „Karussell“ Foto: Filmschau Baden-Württemberg

An unseren Hügeln hängt Wein statt einem großen Schriftzug. Nicht jeder, der hierherkommt, will beim Film groß rauskommen. Dennoch ist der Filmstandort Stuttgart außergewöhnlich. Oder vielleicht gerade deswegen. Eine Liebeserklärung an die Filmschaffenden der Region.

Stuttgart – Vor vielen Jahren habe ich mal Felix Klare in einem kleinen französischen Bistro interviewt. Wir tranken Wein, sprachen über Stuttgart, den Film und seine Rolle als „Tatort“-Kommissar Sebastian Bootz. Ich fand das irgendwie charmant, weil einer der Köpfe der Stuttgarter Filmwirtschaft einfach so in der Innenstadt ein Gläschen trinken kann. Nun ist Felix Klare nicht Leonardo DiCaprio und Stuttgart nicht Beverly Hills. Dennoch sagt das viel über die Region Stuttgart als oft übersehenes, ähnlich oft unterschätztes, aber durch und durch bemerkenswerte Film-Mekka.

Alles für den Film

Das ist für alle Eingeweihten längst nichts Neues mehr. Hier wird produziert, was das Zeug hält, hier werden die Talente von morgen ebenso ausgebildet wie die Effektzauberei riesiger US-Serien möglich gemacht. Die Filmakademie Ludwigsburg ist weltweit angesehen und begehrt, die Hochschule der Medien punktet mit honorigen Dozent*innen. Überall wird gedreht, von Arthaus bis zu „Soko Stuttgart“ ist in Sachen Aufwand, Budget und Niveau alles dabei. Ich frage mir nur oft: Wieso weiß das eigentlich niemand?

Jedes Jahr steigt die Filmschau Baden-Württemberg, bislang immer im Metropol, kürzlich das erste Mal digital. Wer da auch nur einmal seine Nase ins Programm steckt, merkt schnell: Die Region Stuttgart ist ein starker, wichtiger, vor allem aber bestens aufgestellter Standort für Film und Fernsehen. Die Preisträger 2020, die zeigen vor allem eines: Das Talent hier in der Gegend wird immer jünger. Und hat gute Chancen, national oder auch international für Furore zu sorgen.

Die Talente von morgen

Nehmen wir nur mal Jeanine Lang, die beim Jugendfilmpreis Baden-Württemberg die Auszeichnung für die beste schauspielerische Leistung mit nach Hause nehmen durfte. „Unglaublich schön!“, jubelt sie. „Die Auszeichnung bestärkt mich in meinem Weg. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass mein Spiel auch bei einer Fachjury authentisch ankam und ich die Emotionen meiner Figur gut rüberbringen konnte.“ Ausgezeichnet wurde sie für ihre Rolle in „Karussell“, in der sie eine junge Frau spielt, die alles hat, was sie sich wünscht, und sich doch jede Nacht fragt, wozu das alles gut sein soll.

 

 

Mit zwölf den ersten Film

Mit Tiefgang und Sensibilität agiert sie vor der Kamera, ein echtes Talent von morgen, das schon mit zwölf Jahren seinen ersten Film gedreht hat. „Für mich stand immer schon fest, dass ich Filme machen möchte“, sagt sie. „Ob als Schauspielerin, Regisseurin oder Drehbuchautorin. Die Welt des Films und das Geschichten erzählen mithilfe von Bildern fasziniert und erfüllt mich.“ Seit 2018 studiert sie Audiovisuelle Medien an der Hochschule der Medien, im selben Jahr hat sie gemeinsam mit einem Freund die Firma Jayjay Production gegründet. „Unter diesem Namen haben wir seitdem einige Kurzfilme, Musikvideos und Webserien produziert.“

Die Filmschau als Epizentrum

Jetzt soll es wieder mehr in Richtung Schauspiel gehen. An einem Standort wie diesem genau richtig, findet sie: „Auch wenn Stuttgart auf den ersten Blick nicht den Anschein einer Filmstadt macht, gibt es hier doch sehr viele Leute, die sich für Filme und das Filmemachen interessieren. Gerade bei den jungen Filmemachern ist ein großes Netzwerk vorhanden, aus dem jedes Jahr tolle Filme und Projekte entstehen. Besonders wird unsere Region natürlich von der Filmschau geprägt.“ Das Festival sieht sie als „beeindruckende Plattform“, bei der es auch ein ausgezeichnetes Rahmenprogramm gibt.

Überall nicht erzählte Geschichten

Ihr Kollege Julius Wieler sieht das genau so. „Ich habe das Gefühl, dass die Region um Stuttgart voller nicht erzählter Geschichten steckt“, meint er. Eine ist bereits erzählt: „Wegweiser“, ein Drama, für das er den Jugendfilmpreis der besten Regie einheimsen konnte. Der Plot: Der Protagonist Lars feiert in der Nacht vor seiner Abreise nach Australien noch einmal mit seinem großen Bruder Nick im Club durch. Sein älterer Bruder hält ihn vom Fahren ab und setzt sich selbst ans Steuer. In der Morgendämmerung des Waldes verschwindet Lars jedoch plötzlich spurlos.

 

 

Jugend filmt

Das ist dicht erzählt, packend inszeniert und dennoch wunderbar feinfühlig. Jugend forscht? Wohl eher Jugend filmt! „Der Film ist nach meinem Abitur in der Zeit entstanden, als ich als Produktionsassistent für eine Werbefilmproduktion gearbeitet habe. Es ist mein erster Kurzfilm mit
Schauspielern, eine wirklich wertvolle Erfahrung!“ Wie viele andere in der Region, studiert auch er an der Filmakademie Ludwigsburg – ein großes Glück, wie er das sieht. „Ich bin erst seit diesem Jahr hier, aber ich denke, daran wird sich für die nächsten vier, fünf Jahre auch erst einmal nichts ändern. Ich möchte Menschen zusammenbringen, mit ihnen Ideen entwickeln und sie zum Leben erwecken.“

Geehrt in der eigenen Heimat

Beide sind sich sicher, dass es dafür wenige Orte in Deutschland gibt, die dafür besser geeignet sind. In diesem Jahr war es vielleicht also noch der Jugendfilmpreis. Sehr bald kann es schon der Baden-Württembergische Filmpreis sein. Wie für die gebürtige Böblingerin Lena Knauss, deren „Tagundnachtgleiche“ als bester Film ausgezeichnet wurde. Preise sind nichts Neues für die Filmemacherin, die auch schon für den „Tatort“ auf dem Regiestuhl saß; eine Auszeichnung in der eigenen Region ist aber eben wieder etwas Besonderes.

 

 

Der richtige Moment

„Ich freue mich riesig über die Auszeichnung!“, so Lena. „Besonders, weil es ein Preis aus meiner Heimat ist – und von dort, wo große Teile des Films gedreht wurden.“ Wie bei vielen weiteren Preisträger*innen bei der diesjährigen Filmschau führte auch ihr Weg über die Filmaka Ludwigsburg. „Dort entstanden meine mittellangen Filme ‚Kirschrot‘, ‚Streiflichter und ‚Geister, die ich rief‘.“

 

 

Der Schritt zum Langfilm war nicht leicht, betont sie. „Es hat über zehn Jahre gedauert, bis ‚Tagundnachtgleiche‘ entstehen konnte.“ Wenn sie eines gelernt hat, dann das: Manchmal lohnt es, auf den richtigen Moment und die richtigen Menschen zu warten.

Hier gibt es die ganze Preisverleihung online zum Nachholen!




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