Final Four Golf-Bundesliga Damen des GC Solitude – Außenseiter mit Selbstvertrauen
Die Damen des Stuttgarter Golf-Clubs Solitude aus Mönsheim stehen erstmals im Final Four um die deutsche Meisterschaft – sie sind beileibe nicht chancenlos.
Die Damen des Stuttgarter Golf-Clubs Solitude aus Mönsheim stehen erstmals im Final Four um die deutsche Meisterschaft – sie sind beileibe nicht chancenlos.
Das Ausrufezeichen ist gesetzt worden: Am letzten Bundesliga-Spieltag holten die Damen des Stuttgarter Golf-Clubs Solitude die volle Punktzahl und gingen als Gewinnerinnen aus dem Liga-Abschluss. Mit Platz zwei in der Endtabelle buchten sie ihr Ticket für das Final Four, das an diesem Wochenende auf der Anlage Riedhof des GC München gespielt wird.
„Wir haben uns eine gehörige Portion Selbstvertrauen für unseren ersten Auftritt beim Final Four geholt“, sagt Trainer Heiko Burkhard, „wir freuen uns darauf.“ Für die Mannschaft aus Mönsheim geht es im Halbfinale am Samstag gegen Nord-Meister Hamburger GC, der alle fünf Spieltage gewann und eine perfekte Saison hingelegt hat. Im zweiten Semifinale trifft der Titelverteidiger aus St. Leon-Rot auf den Nord-Zweiten GC Hubbelrath.
Am Donnerstag ist der Tross des GC Solitude gen München aufgebrochen, mit dabei ist die bestmögliche Truppe, die der Club aufbieten kann – also inklusive Helen Briem, der Nummer eins der Amateur-Weltrangliste. „Sie hat zuletzt eine kleine Turnierpause gemacht“, erzählt Heiko Burkhard, „um ein wenig abzuschalten. Das ist nicht immer das schlechteste.“ Yana Beeli, Alena Oppenheimer und Eva Ringwald haben die EM der Damen in Schweden gespielt und sind nach einer kurzen Pause in die Vorbereitung für das Finalturnier eingestiegen. Lediglich Aline Krauter fehlt beim Final Four, weil sie in den USA ein paar Punkte für die Tour sammeln will.
Gegen das bislang ungeschlagene Team aus der Hansestadt müssen die Solitude-Damen ihr bestes Golf abrufen, die Hamburgerinnen waren 2021 und 2022 deutscher Mannschaftsmeister. „Wir wissen, was auf uns zukommt“, sagt der Mönsheimer Coach, „aber ich bin überzeugt, die haben auch ordentlich Respekt vor uns.“ Gerade der Sieg am letzten Bundesliga-Spieltag in Fürth dürfte auch im Norden für entsprechenden Eindruck gesorgt haben.
Gespielt wird im im Matchplay-Modus, dabei geht es Frau gegen Frau, die Siegerin erhält einen Punkt – und das Team, das zuerst fünf Zähler in den neun ausstehenden Partien gesammelt hat, ist Gewinner. Es treffen zunächst drei Vierer-Teams aufeinander, danach folgen sechs Einzelpartien. In der Bundesliga werden die Schläge der Spielerinnen in den Einzeln und den Vierer-Teams addiert (Zählmodus). „Im Matchplay-Modus ist mehr möglich“, betont Heiko Burkhard.
Sollten die Damen des GC Solitude im Finale am Sonntag stehen, spielen sie auf großer medialer Bühne. Es werden 7000 Zuschauer erwartet, die Deutsche Golf Liga richtet einen Gratis-Livestream (www.deutschegolfliga.de) ein, und auch Bezahl-Sender Sky überträgt live.