Finale beim SWR-Sommerfestival Joris sorgt für eine Massenumarmung

Von Uwe Bogen 

„Mach’ die Augen zu und tanz“, heißt es in dem Lied „Sommerregen“ von Joris. Zum furiosen Finale des SWR-Sommerfestivals am Montagabend umarmten sich Tausende auf dem Schlossplatz.

Selfie mit Joris, dem Aufsteiger des Jahres Foto: Lichtgut/Ines Rudel 11 Bilder
Selfie mit Joris, dem Aufsteiger des Jahres Foto: Lichtgut/Ines Rudel

Stuttgart - Stimmungsvoll, mit Freudentänzen im Publikum und einem mitreißenden Sound ist am Montagabend das viertägige Sommerfestival des SWR auf dem Schlossplatz zu Ende gegangen. 6500 Fans – mehr dürfen nicht in den Ehrenhof vor dem Neuen Schloss – jubelten zunächst Namika mit ihrem „Lieblingsmenschen“ zu. Dann machte der 26-jährige Joris mit seinem energiegeladenen Auftritt klar, warum er gerade alle Preise abräumt. Seine markante Stimme klingt mal rau und kratzig, mal sanft und zärtlich. Auf sein Kommando gab’s eine Massenumarmung auf dem Schlossplatz. Wildfremde Menschen hielten sich an den Armen und sangen mit „Sommerregen“ das passende Lied: „Mach die Augen zu und tanz.“ Schier endlos war die Festivalversion seines Ohrwurms „Herz über Kopf“. Mal ließ der Aufsteiger des Jahres nur die Frauen, mal nur die Männer, mal „nur die Schönen“ singen.

Rea Garvey sagt zu Stuttgart „Stuggi“

Nach Joris kam mit Rea Garvey der nächste Sympathieträger, der kraftvoll und gefühlvoll singt, aber immer voller Leidenschaft. Zu Stuttgart sagt er „Stuggi“, weil er die Stadt gut kennt. Sein erstes Konzert habe er in Gerlingen gegeben und sei mehrfach auch in einem irischen Pub an der Königstraße aufgetreten. Als er vor vielen Jahren noch Tourmanager war, hat er, wie er sich auf dem Schlossplatz erinnert hat, eine Stuttgarter Metal-Band durch Irland geführt. Ganz herzlich begrüßte er einen Sänger dieser Band – an einem Abend der großen Gefühle.

„Im nächsten Jahr ist Pfingsten später“, weiß SWR-Kommunikationschef Lothar Hasl, „da sind die Chancen größer auf gutes Wetter.“ Bei dem vor acht Jahren gestarteten Sommerfestival wurden bei den kostenlosen Angeboten tagsüber und den Konzerten abends diesmal knapp 100 000 Besucher gezählt – wetterbedingt etwas weniger als im Vorjahr.

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