Finale von Ninja Warrior Germany Fünf Kandidaten aus Stuttgart und Region kämpfen um den Titel

Von links: Moritz Hans, Leon Layer, Kim Marschner, Marvin Mitterhuber, Karim El Azzazy. Foto: Lena Hummel 8 Bilder
Von links: Moritz Hans, Leon Layer, Kim Marschner, Marvin Mitterhuber, Karim El Azzazy. Foto: Lena Hummel

Ob Turner, Parkour-Läufer oder Kletterer: Im Finale von Ninja Warrior Germany stehen nur die Besten. Auch fünf Kandidaten aus Stuttgart und Region sind dabei. Ein Finalhindernis macht einigen von ihnen besonders große Angst. Wir haben mit den Kandidaten gesprochen.

Digital Unit: Lena Hummel (len)

Stuttgart - Moritz Hans aus Stuttgart ist vor seinem großen Auftritt noch recht entspannt. Wie er den Parkour bewältigen will, hat er sich vorher genau überlegt: „Ich habe mir schon überlegt, wo ich Gas geben kann und welche Hindernisse schwieriger sind und mehr Konzentration, Kraft und Zeit erfordern.“ Der 22- jährige Student ist einer von 28 Athleten, die es bei der RTL-Sendung „Ninja Warrior Germany“ bis ins Finale geschafft haben.

Bei der Actionsendung müssen die Teilnehmer unterschiedliche Hindernisparcours in Vorrunde, Halbfinale und Finale durchlaufen, um am Ende den 20 Meter hohen Mount Midoriyama, das letzte Hindernis des Finalparcours, zu erklimmen. Wer das in einer vorgegebenen Zeit und schneller als anderen schafft, gewinnt 300.000 Euro und wird erster deutscher „Ninja Warrior“. Denn in den vorigen zwei Staffeln ist das keinem Kandidaten gelungen. Kommt auch in Staffel drei niemand ans Ziel, gewinnt der Kandidat, der am weitesten kommt, 25.000 Euro und ist neuer amtierender „Last Man Standing“. Hans aus Stuttgart sicherte sich in der vergangenen Staffel den Titel.

Die Angst vor dem Balancehindernis ist groß

Auch in diesem Jahr ist die Konkurrenz aus der Nachbarschaft wieder groß. Kim Marschner aus Schorndorf (Rems-Murr-Kreis), Hans’ Kumpel, Kletterkamerad und Konkurrent, ist in der dritten Staffel der Action-Sendung zum ersten Mal dabei – und hat es direkt ins Finale geschafft. Aufgeregt ist er kurz vor seinem Start trotzdem nicht. „Die Vorfreude überwiegt und ich bin bereit für den Parcours“, sagt der 20-Jährige. Angst mache ihm lediglich das Balancehindernis, das relativ früh im Parcours bewältigt werden muss. „Ansonsten ist es sehr oberkörperlastig“ – ein klarer Vorteil für den nur 1,67 Meter großen Sportkletterer.

Karim El Azzazy aus Fellbach (Rems-Murr-Kreis) ist in der diesjährigen Staffel ebenfalls das erste Mal dabei. „Ich hatte mich letztes Jahr schon beworben, wurde aber nicht genommen“, sagt er. In Vorrunde und Halbfinale war der 27-Jährige „krass aufgeregt“. Im Finale will er in erster Linie Spaß haben und soweit kommen wie möglich. Trotzdem hat er eine klare Taktik: „Ich bin zu ehrgeizig, um zu sagen, ich mache jetzt irgendwas da drin.“ Angst hat er vor Hindernissen, bei denen es auf die Körpergröße ankommt. Schließlich ist der Sportler nur 1,68 Meter groß. „Und so richtig Schiss habe ich halt immer vor diesen Gleichgewichtshindernissen.“

Viele Teilnehmer kannten sich vorher

Marvin Mitterhuber aus Stuttgart ist ein alter Ninja-Hase. Der 24-Jährige ist dabei, seit es das Format gibt, 2017 schaffte er es bereits ins Finale. Marvins Ziel: unter die ersten zehn kommen. Aber ein Hindernis könnte ihm gleich zu Beginn des Parcours einen Strich durch die Rechnung machen: „Gleich das dritte Hindernis ist ein Balance-Hindernis. Da sehe ich schon meine größten Schwierigkeiten.“ Die anderen Hindernisse machen dem Kletterer weniger Angst. „Ich klettere, seit ich klein bin. Auch gemeinsam mit Moritz Hans und Kim Marschner.“ Vier- bis fünfmal die Woche trainiert er im Climbmax in Zuffenhausen. Bevor er an den Start geht, hat Mitterhuber ein ungewöhnliches Ritual: „Cola trinken. Viel Cola trinken.“

Auch Ninja-Neuling Leon Layer aus Winnenden (Rems-Murr-Kreis) klettert und bouldert. Er kannte seine Mitstreiter Moritz Hans und Kim Marschner schon vor der Sendung. Dass er, wie Marschner und El Azzazy, bei der ersten Teilnahme gleich ins Finale einzieht, hätte der 19-Jährige nicht erwartet. Trotzdem weiß er: Die Konkurrenz im Finale schläft nicht. „Jetzt, da nur noch Turner, Parkours-Läufer und Kletterer dabei sind, weiß ich, dass meine Stärken auch die Stärken der anderen sind. Da sehe ich für mich jetzt nirgends einen klaren Vorteil.“ Was Layer vor dem Start macht: „Ich esse was, dann mache ich mich warm und dann esse ich noch mal was - oder ich fange gleich an.“

Am Freitag um 20.15 Uhr sind alle Finalisten im Kampf um den Titel und die Siegprämie bei RTL zu sehen.




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