Finanzämter Die neue Software

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Die Finanzämter selbst bleiben in den kommenden zwei Wochen für den Publikumsverkehr offen: An den Informationsstellen erhält der Bürger weiterhin allgemeine Auskünfte und kann auch dort seine Steuererklärung abgeben. Auch die elektronische Übertragung über "Elster" funktioniert. Die Mitarbeiter können aber nicht in eine offene Steuerakte schauen und können keine konkrete Informationen geben.

Die Federführung für die Einführung der neuen Software Konsens lag für Baden-Württemberg bei der Oberfinanzdirektion in Karlsruhe. Teilweise waren 280 Personen mit der Vorbereitung beschäftigt, rund 14.000 Mitarbeiter mussten in 2000 Veranstaltungen geschult werden, allein 2011 kostete das Projekt elf Millionen Euro. Mit der neuen Software soll die Bearbeitung der Steuerakten in Deutschland endlich vereinheitlicht werden - schon seit 20 Jahren wird an diesem Ziel gearbeitet. Das erste Projekt namens Fiscus war 1991 auf den Weg gebracht worden und kostete angeblich bis zu 900 Millionen Euro, ohne je ein befriedigendes Ergebnis zu bringen. 2005 war die Fiscus GmbH liquidiert worden. Das Konsens-Programm ist bereits in zwölf Bundesländern im Einsatz.

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