Finanzplanung in Herrenberg „So darf es nicht weitergehen“ – Haushalt 2026 beschlossen
Herrenberg hat den Haushalt 2026 verabschiedet. Weiterhin umstritten ist das Baugebiet Herrenberg-Süd und der Rose-Platz in der Altstadt.
Herrenberg hat den Haushalt 2026 verabschiedet. Weiterhin umstritten ist das Baugebiet Herrenberg-Süd und der Rose-Platz in der Altstadt.
Die Sprecherin der Frauenliste Pauline Rist-Nowak brachte es in den Haushaltsreden am Dienstag in Herrenberg auf den Punkt: „So darf es nicht weitergehen, es ist aber so weitergegangen.“ Damit reiht sich der Haushalt für das Jahr 2026 ein in eine Reihe von Finanzplänen, die äußerst knapp kalkuliert sind, und von denen nicht nur die Frauenliste mutmaßt, Herrenberg habe in der Vergangenheit über seine Verhältnisse gelebt.
Auch nach dem Sparpaket hatten immer noch 7,6 Millionen in der Kasse gefehlt worauf die Stadt die Grund- und die Gewerbesteuer erhöhte. Damit ist der Haushalt mit ordentlichen Aufwendungen von rund 139,7 Euro ausgeglichen und es werden auch die Schulden mit 2,8 Millionen Euro planmäßig getilgt.
In der Diskussion des Zahlenwerks bemühten sich die Fraktionen einerseits, weiter Geld einzusparen, andererseits doch noch Geld für ihre wichtigen Projekte einzustellen. Besonders der Umbau des Platzes an der ehemaligen Gaststätte Rose für rund eine Million Euro erschien vielen Räten zu teuer: „Die Krawatte um den Hals des Stadtjubiläums“ wurde scherzhaft gesagt, denn im Jahr 2028 steht die 800-Jahr-Feier an, bei der sich Herrenberg von der besten Seite zeigen will.
Die Grünen sahen keinen Mehrwert in der Neugestaltung des Platzes, die Freien Wähler wollten erst einmal die Pläne sehen, bevor sie über die Ausgabe von einer Millionen nachdachten und auch die CDU wollte diese Ausgabe in die Zukunft schieben – jetzt soll im Bauausschuss noch einmal über den Platz gesprochen werden.