Firmen klagen über US-Zölle Die Wirtschaft ist den USA nicht hilflos ausgeliefert
Die Zölle sind eine enorme Bedrohung für das Geschäftsmodell von Südwest-Firmen. Doch die Abhängigkeit lässt sich verringern.
Die Zölle sind eine enorme Bedrohung für das Geschäftsmodell von Südwest-Firmen. Doch die Abhängigkeit lässt sich verringern.
Die Maschinenbauer im Land sind mit als erste betroffen, wenn sich die Weltkonjunktur abkühlt – schlechtere Perspektiven und Unternehmen übersetzen sich für die Maschinenbauer sehr schnell in wirtschaftliche Realitäten. Schließlich basieren Investitionen in ihre Produkte immer auf Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung. Es ist daher mehr als das übliche Wehklagen, wenn der Maschinenbauverband VDMA sich höchst besorgt über die Folgen der Zölle von US-Präsident Donald Trump äußert.
Noch mehr als die finanzielle Belastung drückt die Unternehmen aber die Ungewissheit über die Verlässlichkeit der neuen Regeln. Welcher Zollsatz wird gelten, wenn eine Maschine, die heute bestellt wird, in einigen Monaten in die USA geliefert wird? Solche offenen Fragen sind Gift für Investitionen.
Allerdings ist die Ungewissheit derzeit auch ein Rettungsanker für Arbeitsplätze in Deutschland. Viele Unternehmen rechnen im Moment fieberhaft durch, ob es sich lohnt, mehr Arbeitsplätze in den USA anzusiedeln – so wie es Mercedes mit dem Geländewagen GLC bereits beabsichtigt. Mehr als Zeit lässt sich dadurch allerdings nicht gewinnen. Schon jetzt suchen viele Unternehmen parallel nach neuen Absatzmärkten, sei es in Südostasien oder in Südamerika. Das wäre eine gute Idee auch für die EU. Statt sich an Trump abzuarbeiten, sollte sie endlich an einem Strang ziehen und dieses sinnvolle Vorgehen durch neue Handelsabkommen politisch flankieren.