Flohmarkt am SI-Centrum Jagd nach dem skurrilen Schnäppchen

Tobi Wagner und Michi Schäfer (von links) testen die Kinosessel. Foto: Cedric Rehman
Tobi Wagner und Michi Schäfer (von links) testen die Kinosessel. Foto: Cedric Rehman

Am Samstag fand der erste Flohmarkt am SI-Centrum statt. Vom Barhocker bis zum Kinosessel gab es allerlei Außergewöhnliches zu entdecken.

Aus den Stadtteilen : Cedric Rehman (cr)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Möhringen - Schön wär es gewesen. Tobi Wagner und Michi Schäfer nehmen Platz auf den roten Kinosesseln, die schon im Besitz eines anderen sind. Der Plan war eigentlich, zwei Sessel für das Wohnzimmer von Tobi Wagner zu erwerben. Aber den beiden hätte nicht einmal der Verzicht auf das Feiern am Freitagabend und frühes Aufstehen geholfen. Die Sessel aus dem Lager des Kinos waren nach Auskunft einer Mitarbeiterin des Cinemaxx-Filmpalasts schon in den Vortagen reserviert worden. Die Käufer standen morgens gegen acht Uhr bereits Schlange, um den Kauf zu tätigen. Da war der Flohmarkt noch gar nicht eröffnet und gegen 12 Uhr, eine Stunde nach dem es offiziell losging, bleibt Tobi Wagner und Michi Schäfer nur die Enttäuschung. „Schade, es wäre beim Fernsehschauen schon cool gewesen, so wie im Kino“, sagt Tobi Wagner.

Um die Ware wird fleißig gefeilscht

Aber vielleicht findet er am Cinemaxx-Stand oder einem der anderen laut Angaben des SI-Centrums knapp 80 Aussteller etwas Skurriles, das über den geplatzten Traum vom Heimkino hinwegtrösten kann. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Barhocker. Sie sind gleichwohl ebenfalls heiß umkämpft. „Jake“ Achim Ziegler, der Betreiber von Jake’s Diner Bar am Filderbahnplatz in Möhringen, feilscht um die Hocker, die er erwerben will. Am Ende ist das Geschäft, das so ähnlich wohl auch im Basar einer nahöstlichen Metropole abgeschlossen worden wäre, unter Dach und Fach. Der Besitzer des Diners ist mit dem bezahlten Preis dann doch zufrieden, auch wenn er nichts zu verschenken hat.

Die Einnahmen der SI-Betreiber, unter anderem auch die Schwabenquellen, fließen einem guten Zweck zugute. Der Verein „helping hands“ soll unterstützt werden. Er setzt sich für krebskranke Kinder ein. Private Verkäufer behalten die Einnahmen dagegen. Benjamin Bäuerle will sich mit dem Verkauf von Bierkrügen etwas für den Floridaurlaub dazuverdienen. Interesse an Kuriosem ist bei der Käuferschaft ja durchaus vorhanden.

Unsere Empfehlung für Sie