Florian Kaderschafka aus dem Kreis Esslingen Nürtinger reist für Treffen mit Stars durch halb Europa

Florian Kaderschafka mit US-Star Pamela Anderson Foto: privat

Florian Kaderschafka aus Nürtingen liebt Fernsehserien und Kinofilme. Um die Schauspieler im echten Leben zu treffen, reist er durch halb Europa. Seine Belohnung: bislang mehr als 500 Fotos plus Autogramme.

Einen Star, den man aus dem Fernsehen kennt, im echten Leben treffen, vielleicht sogar ein paar Worte wechseln können: Für viele Menschen ist das ein besonderes Erlebnis. Wenn dann noch ein gemeinsames Foto herausspringt, sind die meisten im siebten Himmel. Florian Kaderschafka aus Nürtingen hatte auch schon seinen absoluten Starmoment. Da hat er sich gemeinsam mit der Hollywood-Legende Martin Sheen ablichten lassen. „Da hatte ich weiche Knie“, sagt er.

 

Ein wildes Sammelsurium von bekannten Leuten aus Film und Fernsehen

Für Florian Kaderschafka ist es ein ganz spezielles Foto – aber längst nicht das einzige. Sich mit Schauspielern fotografieren zu lassen, das ist das Hobby des 32-Jährigen. Vor elf Jahren hat er damit angefangen, und seither sind mehr als 500 Fotos mit Berühmtheiten entstanden. 518, um genau zu sein. Darauf zu sehen: ein wildes Sammelsurium von bekannten Leuten aus Film und Fernsehen, von 1980er- und 1990er-Jahre-Idolen bis hin zu Stars der aktuellen Streaminghits. David Hasselhoff und Pamela Anderson („Baywatch“) sind dabei, Christopher Lloyd („Zurück in die Zukunft“), Sam Neill („Jurassic Park“), Matthew Modine („Stranger Things“), Shannen Doherty („Charmed“), Alyson Hannigan („How I met your Mother“) oder Gillian Anderson und David Duchovny („Akte X“). Auch mit etlichen deutschen Promis stand Florian Kaderschafka vor der Linse, etwa mit den Komikern Oliver Kalkofe und Otto Waalkes, mit Sänger Peter Maffay oder Schauspielern wie Katja Riemann, Ulrich Tukur oder Martin Semmelrogge.

„Für den einen sind es Stars, für den anderen nicht“

Sechs dicke Ordner, voll mit Fotos und Autogrammen, hat der Superfan mittlerweile angehäuft. Seine Ausbeute teilt er auch auf seinen Social-Media-Kanälen. Nicht alle Bilder zeigen Filmgrößen wie Sean Astin, Val Kilmer oder Patrick Stewart. Viel Material ist von Menschen, die ihren Ruhm aus Nebenrollen oder eher unbekannten Produktionen schöpfen. Florian Kaderschafka will über bekannt oder unbekannt jedoch nicht richten. „Für den einen sind es Stars, für den anderen nicht“, sagt er. Er bekennt: Auch er muss den einen oder anderen Namen bisweilen googeln. Hinz und Kunz kommen ihm trotzdem nicht in die Tüte. „Ich mag nicht jeden Star, ich muss schon etwas von ihm gesehen haben“, stellt er klar.

Den Prominenten lauert Florian Kaderschafka nicht etwa vor Hotels oder auf der Straße auf. Er trifft sie auf Conventions – kurz: Cons –, speziellen Messen für Science-Fiction- oder Horror-Fans. Dafür reist er durch ganz Europa, nach Italien, Frankreich, Belgien oder Großbritannien. „In meinen besten Zeiten mache ich mindestens eine Con im Monat“, sagt er. Das geht durchaus ins Geld. Flüge, Hotels und Eintritt wollen bezahlt werden, und kostenfrei sind Fotos und Autogramme auch nicht. Für einen Schnappschuss mit Jason Momoa („Game of Thrones“) etwa habe Florian Kaderschafka 70 Pfund hingeblättert.

„Jedes Hobby kostet Geld“

„Mindestens 1000 Pfund“ kämen so für einen Besuch der berühmten London Film And Comic Con zusammen. Dennoch winkt er ab. „Jedes Hobby kostet Geld“, sagt er. Fußballfans etwa investierten auch in Dauerkarten, Auswärtsspielbesuche oder Trikots. Um das Geld für seine Con-Besuche zu sparen, lebe er genügsam – und noch daheim bei seiner Mutter. Nur selten hat Florian Kaderschafka das Glück, VIPs kostenlos abpassen zu können, so wie etwa „Gandalf“-Mime Ian McKellen am Künstlerausgang nach einem Theaterauftritt.

In der Regel bereitet sich Florian Kaderschafka eingehend auf die Begegnung vor. Mit „Baywatch“-Badenixe Erika Eleniak ließ er sich mit Schwimmreifen und Taucherbrille ablichten, zum Meet and Greet mit dem „Raumschiff Enterprise“-Kultstar William Shatner trug er – natürlich – ein Raumschiff-Crew-Outfit. Beim Foto mit Martin Sheen ließ er es sich nicht nehmen, eine US-Bürgerkriegsuniform zu tragen, um an dessen Kinoerfolg „Gettysburg“ zu erinnern. „Ich habe bis zu zehn Kostüme an einem Wochenende dabei“, sagt Florian Kaderschafka.

Bei den Promitreffen viele Kontakte geknüpft

Warum der ganze Aufwand? Florian Kaderschafka ist leidenschaftlicher Serien- und Filmfan. „Star Trek: Voyager“ sei die erste Serie gewesen, die er sich als kleiner Bub bewusst angeschaut habe, viele, viele weitere sollten folgen. Auch ins Kino geht er sehr gern. Zumal: Mittlerweile hat er bei den Promitreffen viele Kontakte geknüpft. „Mein Bekanntenkreis besteht zu 95 Prozent aus Con-Gängern“, sagt er. Manche wird Florian Kaderschafka im November in England wiedertreffen. Erst steht die Winter-Con in London an, tags drauf ein ähnliches Event in Liverpool. Dort wird, das weiß der Nürtinger Starjäger jetzt schon, Mara Wilson auftreten, das Mädchen aus „Matilda“.

Comic Con in Stuttgart

Regional
Auch Stuttgart hat seine eigene Comic Con, auf der Stars und Sternchen auf der Bühne auftreten, Autogramme geben und sich mit Fans fotografieren lassen. Sie findet am 26. und 27. November auf dem Messegelände am Flughafen statt.

Stars
Angekündigt werden etwa Jason Priestley und Ian Ziering („Beverly Hills 90210“), Zachi Noy („Eis am Stiel“), Finn Jones und Natalia Tena („Game of Thrones“) oder Simon Kassianides („The Mandalorian“) und Darsteller aus Harry Potter oder Star-Trek- und Star-Wars-Produktionen.

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