Florian Kohfeldt beim VfL Wolfsburg „Jetzt bin ich nicht mehr der Florian“

Florian Kohfeldt freut sich auf die neue Aufgabe. Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich
Florian Kohfeldt freut sich auf die neue Aufgabe. Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich

Von der Sonnenliege auf Fuerteventura auf die Trainerbank in Wolfsburg: Florian Kohfeldt blieb vor seinem Debüt kaum Zeit zur Vorbereitung.

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Wolfsburg - Die Akkus? Wieder voll aufgeladen. Die Lust auf Fußball? Längst wieder da. Die Vision? Spektakel. Florian Kohfeldt ist heiß auf seine Bundesliga-Rückkehr und will den VfL Wolfsburg zurück zu alter Stärke führen. Viel Vorbereitungszeit vor seinem Debüt bei Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr/Sky) blieb dem 39-Jährigen aber nicht.

„Dieses Team haben in den letzten Jahren eine unglaubliche Dynamik und Intensität gegen den Ball ausgezeichnet. Das ist zuletzt etwas weniger geworden“, sagte Kohfeldt und kündigte an, diese Fähigkeiten wieder sichtbar werden zu lassen: „Ich habe eine intakte Mannschaft vorgefunden. Sie braucht nur eine Orientierung, wie das Spiel aufgezogen werden soll.“ 

Für die Trendwende beim Werksklub setzt Kohfeldt - anders als sein glückloser Vorgänger Mark van Bommel - wieder auf Spektakel-Fußball wie einst unter Oliver Glasner. Aggressives Pressing, Ballgewinn, schnelles Umschaltspiel - so will der Neue das Klubmotto „Immer hungrig“ nach zuletzt acht Pflichtspielen ohne Sieg und vier Bundesliga-Niederlagen in Serie wieder mit Leben füllen. Er wolle „dynamische und zielstrebige Offensiv-Lösungen“ anbieten, wie es mittlerweile heißt. Und das möglichst schon gegen Leverkusen, auch wenn ihm bis zum Anpfiff nur 48 Stunden mit seinem neuen Team bleiben.

„Komme als Cheftrainer hierher“

Kohfeldt, der den ersten Anruf von Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke im Urlaub auf Fuerteventura entgegennahm, brennt für seine neue, „aufregende“ Aufgabe. „Für mich ist das alles sehr spannend. Ich war über 20 Jahre bei Werder Bremen und kannte jeden im Verein“, sagte der Wolfsburger Hoffnungsträger. Weil es an der Weser aber Richtung Abstieg ging, war für den Trainer des Jahres 2018 bei den Grün-Weißen im Sommer Schluss, in der Autostadt unterschrieb er nun einen Vertrag bis 2023 beim Tabellenneunten. 

Für Kohfeldt persönlich ist die zweite Station als Profi-Trainer auch eine riesige Chance, die er unbedingt nutzen will. Anfang Oktober „hatte ich das Gefühl: Okay, ich bin bereit für etwas Neues“, sagte er bei seiner Vorstellung. Mit einem starken Kader und „überragenden Bedingungen“ kann Kohfeldt in Wolfsburg zeigen, dass er zu Höherem berufen ist, schließlich galt er in den guten Bremer Tagen als Shootingstar der Trainerszene. 

Seine neue Rolle in einem ruhigen Umfeld, mit reichlich Geld und einer Mannschaft mit viel Potenzial, scheint Kohfeldt gut zu gefallen. „Jetzt bin ich nicht mehr der Florian von früher, sondern komme als Cheftrainer hierher“, sagte er. Die Marschroute ist für Kohfeldt klar: „Die generelle Atmosphäre und die Bedingungen sind erfolgversprechend.“




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