Flüchtlinge in Zuffenhausen Die Hocketse ist auch ein Fest zum Abschied

Von Torsten Ströbele 

Ein Fest der Begegnung: Die ehrenamtlichen Helfer aus den drei Flüchtlingsfreundeskreisen haben ins evangelische Waldheim auf der Schlotwiese geladen. Dort ziehen die Flüchtlinge am 29. März aus.

Am Samstag ist im evangelischen Waldheim auf der Schlotwiese nicht nur gegrillt worden. Beim Fest der Begegnungen wurde auch viel getanzt und gespielt. Foto: Torsten Ströbele
Am Samstag ist im evangelischen Waldheim auf der Schlotwiese nicht nur gegrillt worden. Beim Fest der Begegnungen wurde auch viel getanzt und gespielt. Foto: Torsten Ströbele

Stuttgart-Zuffenhausen - Für rund 250 Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer war es ein gelungener und abwechslungsreicher Samstag. Die Mitglieder der drei Freundeskreise aus dem Bezirk hatten ins evangelische Waldheim auf der Schlotwiese geladen, um mit den Neubürgern und Alteingesessenen einen gemütlichen Nachmittag zu verbringen. Es wurde gegrillt, getanzt und viel geredet. Es gab eine Hüpfburg, und Mitarbeiter der Mobilen Jugendarbeit schminkten die Kinder. „Es ist wichtig, Begegnungen zu schaffen“, sagte der Sprecher des Freundeskreises Gottfried-Keller-Straße, Matthias Jürgens. Und das sei gelungen.

Das sahen auch rund zehn Helfer so, die sich das erste Mal bei den Freundeskreisen engagiert und am Samstag die Arbeitsschichten am Grill und an der Kasse übernommen haben. Die Damen und Herren waren über ihren Arbeitgeber, die Firma Porsche, auf die Flüchtlingsfreunde aufmerksam geworden und hatten ihre Hilfe im Vorfeld der Veranstaltung angeboten.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es am Samstag dann allerdings doch noch, nachdem klar wurde, dass die Hocketse zugleich auch eine Art Abschiedsfest für die aktuell rund 60 Bewohner des Waldheims ist. „Der Frühling kommt, und die neue Waldheimsaison beginnt bald. Dies bedeutet, dass die Bewohner am 29. März ausziehen werden, manche auch schon etwas früher“, sagte Martin Rubin, der Sprecher des Freundeskreises Waldheim Schlotwiese. „Die meisten kommen in Unterkünfte nach Neugereut. Heute wollen wir aber noch einmal gemeinsam feiern.“

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