Flüchtlinge kommen nach Baden-Württemberg Land nimmt vier Minderjährige aus den griechischen Lagern auf

Eine Gruppe unbegleiteter Minderjähriger aus griechischen Flüchtlingslagern trägt Schutzmasken. Die Minderjährigen waren auf dem Weg nach Deutschland und Luxemburg. Foto: dpa/Angelos Tzortzinis
Eine Gruppe unbegleiteter Minderjähriger aus griechischen Flüchtlingslagern trägt Schutzmasken. Die Minderjährigen waren auf dem Weg nach Deutschland und Luxemburg. Foto: dpa/Angelos Tzortzinis

Horst Seehofer hat über die Verteilung der Kinder und Jugendlichen entschieden, die aus den griechischen Flüchtlingslagern kommen. Niedersachsen nimmt die meisten Minderjährigen auf, nach Baden-Württemberg kommen vier Flüchtlinge.

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Berlin - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat über die Verteilung der Kinder und Jugendlichen entschieden, die Deutschland aus Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufgenommenen hatte. Wie sein Ministerium am Mittwoch mitteilte, haben 18 der insgesamt 47 unbegleiteten Minderjährigen Verwandte in Deutschland. Aufgrund dieser familiären Bindungen kommen vier nach Baden-Württemberg, sechs nach Hessen und jeweils zwei nach Nordrhein-Westfalen, Bayern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt.

Von den unbegleiteten Kindern und Jugendlichen ohne familiäre Verbindungen bleiben demnach 13 in Niedersachsen. Jeweils acht werden in Berlin und in Hamburg untergebracht. Die katholische und die evangelische Kirche haben den Angaben zufolge ihre Bereitschaft signalisiert, bei der Aufnahme und Begleitung im Alltag zu helfen.

Quarantäne ist bald abgeschlossen

Die 47 Minderjährigen, darunter vier Mädchen, waren am 18. April angekommen und zunächst für eine zweiwöchige Corona-Quarantäne in Niedersachsen untergebracht worden. Die Quarantäne endet an diesem Freitag, so dass anschließend die Verteilung in die Bundesländer erfolgen kann.

Insgesamt hatten sich zehn EU-Staaten bereiterklärt, zusammen rund 1600 Kinder und Jugendliche aus den überfüllten Flüchtlingslagern auf den Ägäis-Inseln aufzunehmen. Neben Deutschland hat bislang nur Luxemburg zwölf Minderjährige aufgenommen. Aus der EU-Kommission hieß es, 50 Kinder und Jugendliche könnten im Mai nach Portugal umsiedeln.

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