Flüchtlingsdrama in Moria Europa versagt

Bei Bränden im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos sind eine Mutter und ihr Kind ums Leben gekommen. Foto: dpa
Bei Bränden im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos sind eine Mutter und ihr Kind ums Leben gekommen. Foto: dpa

Weder Brüssel noch Berlin unternehmen genügend, um Flüchtlingsdramen wie jenes im Lager Moria zu verhindern, kritisiert der Griechenland-Korrespondent Gerd Höhler.

Korrespondenten: Gerd Höhler (öhl)

Athen - Die Europäische Kommission und die Bundesregierung äußern Bestürzung angesichts des Feuertods einer jungen Migrantin im Camp Moria auf der Insel Lesbos. Aber die Betroffenheit klingt gekünstelt. Denn weder Berlin noch Brüssel haben bisher genug getan, um Tragödien wie diese abzuwenden. Der Strom der Kriegsflüchtlinge und Armutsmigranten, die aus der Türkei über die Ägäis kommen, schwillt immer weiter an. Kamen im Frühjahr durchschnittlich 60 pro Tag mit den Schlauchbooten zu den griechischen Inseln, sind es jetzt an manchen Tagen 600 oder gar 800.

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