Flüchtlingskrise an Mazedonischer Grenze Flüchtlinge nähen sich Mund zu

Flüchtlinge protestieren an der mazedonischen Grenze mit spektakulären Aktionen. Foto: DPA
Flüchtlinge protestieren an der mazedonischen Grenze mit spektakulären Aktionen. Foto: DPA

Zugenähte Münder, nackte Oberkörper bei klirrender Kälte: Mit spektakulären Protesten haben hunderte Flüchtlinge auf ihre Abweisung an der griechisch-mazedonischen Grenze bei Gevgelija reagiert.

Gevgelija - Hunderte Flüchtlinge haben mit spektakulären Protesten auf ihre Abweisung an der griechisch-mazedonischen Grenze bei Gevgelija reagiert. Einige nähten sich den Mund zu, während sich andere Männer mit nackten Oberkörpern in der Kälte präsentierten. Das beobachtete ein Reporter der Fotoagentur epa.

Mazedonien lässt seit mehreren Tagen nur mehr noch Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan ins Land. Die anderen Asylsuchenden werden an der Grenze pauschal abgewiesen.

Ankunft nach einer lebensgefährlichen Überfahrt

Das Balkanland ist nach Griechenland das erste europäische Transitland für die Flüchtlinge auf ihrem Weg in die Mitte Europas. Die meisten von ihnen kommen in Schlauchbooten aus der Türkei und landen nach einer oft lebensgefährlichen Überfahrt auf griechischen Inseln in der Ostägäis. Von dort begeben sie sich zur mazedonischen Grenze.

Flüchtlinge aus Pakistan, Bangladesch, dem Iran und Afrika kommen aber nun von dort nicht weiter. Tausende von ihnen sind inzwischen in einem Auffanglager bei Idomeni auf der griechischen Seite der Grenze gestrandet, wie Aktivisten berichteten. Manche versuchen, ihre Reise mit Hilfe von Schleppern fortzusetzen.




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