Flüchtlingsunterkunft in Botnang Beirat: Flüchtlinge sind herzlich willkommen

Von Torsten Ströbele 

Im kommenden Jahr soll ein Runder Tisch gebildet werden, um die Asylbewerber besser zu integrieren. Im Gebiet Ruckenäcker sollen zudem zwei Flüchtlingsunterkünfte entstehen. Doch noch sind nicht alle Fragen geklärt.

Der rotmarkierte Bereich zeigt den geplanten Standort der Flüchtlingsunterkunft. Foto: StZ
Der rotmarkierte Bereich zeigt den geplanten Standort der Flüchtlingsunterkunft. Foto: StZ

Botnang - Einstimmig folgten die Botnanger Bezirksbeiräte am Montag dem Vorschlag der Stadtverwaltung, im Gebiet Ruckenäcker zwei Flüchtlingsunterkünfte zu bauen. Die etwa anderthalb-stündige Diskussion verlief unaufgeregt und sachlich. Dafür dankte Bezirksvorsteher Wolfgang Stierle den Kommunalpolitikern und den mehr als 50 Zuhörern im Saal des Bürgerhauses.

Die Kleingärter müssen weichen, doch erhalten Ersatz

Zuvor hatten Axel Wolf vom Amt für Liegenschaften und Wohnen sowie Günter Gerstenberger vom Sozialamt die Pläne der Stadtverwaltung vorgestellt sowie Rede und Antwort gestanden. Im Gebiet Ruckenäcker sollen unmittelbar an der Furtwänglerstraße auf etwa 4100 Quadratmeter zwei Flüchtlingsunterkünfte entstehen. Die beiden Gebäude bieten Platz für insgesamt 156 Asylbewerber. Die Fläche gehört der Stadt Stuttgart. Derzeit befinden sich dort zehn Kleingärten, die nun weichen müssen. „Wir müssen den Pächtern kündigen. Das können wir aber jederzeit, wenn wir die Fläche brauchen“, sagte Wolf. Man wolle den Kleingärtnern aber Alternativen anbieten. Derzeit suche man noch nach geeigneten Optionen. Zwar sei die Warteliste für einen städtischen Garten lang, aber in diesem Fall würden die Pächter natürlich bevorzugt behandelt werden. Im ersten Quartal kommenden Jahres müssen die Gärten geräumt werden. Bis dahin sollen aber Ersatzflächen beziehungsweise Lösungen gefunden sein.

Ab Januar soll im angehenden Baugebiet eine tierökologische Untersuchung stattfinden. Dazu rät das Amt für Umweltschutz. Entgegen ersten Gerüchten erwartet die Behörde aber kein Vorkommen geschützter Eidechsen in diesem Gebiet. Die endgültigen Ergebnisse des Gutachtens liegen aber vor April nicht vor. „Im April müssen wir eigentlich dann auch anfangen zu bauen“, sagte Wolf. Viel Spielraum habe man zeitlich nicht, denn um den Bedarf an Flüchtlingsunterkünften zu decken, sei es notwendig, dass die nun im Rahmen der dritten Tranche vorgeschlagenen Neubauten in Hausen, Feuerbach, Möhringen und eben auch Botnang sukzessive ab Herbst kommenden Jahres und dann spätestens bis zum Jahresende 2015 fertig werden.

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