Flugfeldklinik Symbolischer Baubeginn bei Zentralklinikum

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Mit zwei Bauschildern markieren der Kreis und der Klinikverbund Südwest den Standort für das geplante Krankenhaus zwischen Böblingen und Sindelfingen. Die Planung dafür liegt voll im Zeitrahmen.

Der Projektleiter Harald Schäfer, der Landrat Roland Bernhard und der Geschäftsführer Jörg Noetzel stehen auf dem künftigen Klinikareal. Foto: factum/Granville
Der Projektleiter Harald Schäfer, der Landrat Roland Bernhard und der Geschäftsführer Jörg Noetzel stehen auf dem künftigen Klinikareal. Foto: factum/Granville

Flugfeld - Noch ist die geplante neue Klinik auf dem Flugfeld für viele Bürger abstrakt. Jetzt aber können sie sich zumindest eine Vorstellung davon verschaffen, wo diese gebaut wird. Am Mittwoch übergab der Böblinger Landrat Roland Bernhard gemeinsam mit Jörg Noetzel, dem Geschäftsführer des Klinikverbunds Südwest, und dem Projektverantwortlichen für den Bau, Harald Schäfer, zwei Baustellenschilder auf dem zwischen Böblingen und Sindelfingen gelegenen Flugfeld neben dem Plana-Küchenland der Öffentlichkeit. Dadurch lässt sich die Dimension des Neubaus erahnen. 280 mal 150 Meter umfasst die Fläche für das Bauvorhaben – ohne das Areal für die geplante Psychiatrie und auch ohne die Erweiterungsflächen, die der Kreis auf Vorrat kaufen möchte.

„Das ist der symbolische Baustart“, verkündete der Geschäftsführer Noetzel. Der erste Spatenstich allerdings lässt noch eine Weile auf sich warten. Er ist für die Jahreswende 2019/2020 anvisiert. Momentan sei man nicht nur gut im Zeitplan. „Wir haben bei den Vergabeverfahren sogar zwei Monate reingeholt“, sagt der Projektleiter Schäfer. „Das ist aber auch gut so, denn die Abstimmungen mit den vielen Beteiligten gestalten sich kompliziert.“ Mitte September will Schäfer dann das komplette Planungsteam samt Architekten vorstellen. Den ersten konkreten Entwurf soll es im Frühjahr geben.

„Wichtig ist die Patientenbrille“

Geplant wird die Klinik mit dem innovativen BIM-Verfahren – alle Planungen erfolgen digital. „Dabei beziehen wir nicht nur die Mitarbeiter, von den Ärzten und Schwestern bis zum Reinigungspersonal, mit ein“, sagte Schäfer. „Wichtig ist uns auch die Patientenbrille.“ Mit Vertretern verschiedener Patientengruppen führe man deshalb intensive Gespräche, darunter seien Vertreter von Sehbehinderten- und Schwerbehindertenverbänden. Auch die Interessen der Rettungsdienste seien wichtig, um beispielsweise die Anfahrt zur Notaufnahme optimal zu gestalten. Die Ergebnisse all dieser Gespräche sollen in die Planungen einfließen.

Bereits im Herbst sind mehrere Bürgerinformationen geplant. Im engen Kontakt wolle man auch mit den Nachbarn bleiben. Beim Firmenlauf im September präsentiert sich die Flugfeld-Klinik ebenfalls – der Projektmanager Harald Schäfer möchte mitlaufen. „Ich gebe dann den Startschuss“, sagte der Landrat Bernhard. Auch mit der Bürgerinitiative werde man im Gespräch bleiben, versprach er. „Das wird zwar nichts an unserem Grundbeschluss ändern, hier die Klinik zu bauen. Aber wir sind offen für Vorschläge.“ Er träume davon, „dass sich nach und nach auch die Bürger so für die neue Klinik begeistern wie wir“, hofft der Landrat.

Der Geschäftsführer Noetzel erklärte, der Neubau werde die Attraktivität des Krankenhausstandorts erheblich erhöhen. „Vor allem, um genügend qualifiziertes Personal zu finden, ist eine solche Klinik notwendig. Denn in einem zentralen Klinikum mit allen Fachrichtungen können wir den Mitarbeitern attraktive Fortbildungsmöglichkeiten bieten.“




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