Flughafen Stuttgart in Corona-Zeiten Fast drei mal so viele Tests am Flughafen

Von Armin Friedl 

Seit Spanien Risikogebiet ist, steht der Flughafen vor neuen Herausforderungen. Das zeigt sich bei den Corona-Tests und bei der Belegung der Rollfeld-Busse. In Spitzenzeiten wird es eng.

Corona Testzentrum am Flughafen Stuttgart Foto: dpa/Christoph Schmidt
Corona Testzentrum am Flughafen Stuttgart Foto: dpa/Christoph Schmidt

Stuttgart - Am Flughafen Stuttgart ist wieder einiges mehr los als noch vor ein paar Wochen. Seit klar ist, dass sich Rückkehrer aus Risikogebieten testen lassen müssen, sind aber auch neue Aufgaben hinzugekommen. „Wir haben 20 Teststationen aufgestellt, um die Wartezeiten möglichst kurz zu halten. Das ermöglicht bis zu 300 Testungen in der Stunde. Länger als 45 Minuten muss da niemand warten“, sagte Flughafen-Sprecher Johannes Schumm auf Anfrage. Das schließe nicht aus, dass es in Spitzenzeiten auch mal länger dauern könne. „Dass Spanien und die Balearen zu Risikogebieten erklärt wurden, merken wir deutlich“, sagte Schumm weiter: „Waren es zuvor noch etwa 1000 Testungen täglich, haben wir am vergangenen Samstag schon 2000 und am Sonntag 2800 gezählt.“

Neue Risikogebiete führen zu mehr Testungen

Schumm nahm auch Stellung zu Kritik von Reisenden, die volle Flughafen-Busse beklagten. Man müsse unterscheiden zwischen Momentaufnahmen und dem Betrieb über den Tag hinweg, erklärte er. Wenn, wie am vergangenen Sonntag wegen Gewitters fünf oder sechs Flieger zeitweise blockiert seien, die zudem noch alle aus Risikogebieten gekommen seien, könnten die Busse, die auf dem Rollfeld unterwegs seien, ziemlich voll sein. Auch die fest installierten Passagierbrücken reichten dann nicht aus.

Der Pilot entscheidet

Schumm betonte: „Die Busse dürfen maximal zu zwei Drittel gefüllt sein. Darauf sind sie jetzt ausgelegt. Aber die Passagiere müssen sich schon selbst so verteilen, dass die Sicherheitsabstände bei Maskenpflicht gewahrt bleiben“. Und alles könne die Flughafen-Gesellschaft auch nicht beeinflussen: „Es ist die Entscheidung der Piloten, von welchem Moment an die Passagiere zusteigen dürfen.“

Es bleibt also viel zu tun am Flughafen, vor allem, wenn, wie erhofft, der Betrieb wieder deutlich zunimmt. 150 Flugbewegungen gibt es derzeit täglich am Flughafen Stuttgart, etwa 400 waren es im Vorjahreszeitraum. Entsprechend liegen die Fluggastzahlen jetzt etwa bei einem Drittel gegenüber dem Vorjahr.




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