Flughafen Stuttgart Passagierin randaliert wegen Champagner

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Ein Pilot hat zu einer drastischen Maßnahme gegriffen, weil eine Frau an Bord die Crew nicht in Ruhe ließ. Die Passagierin kommt ihr Durst auf Champagner wohl teuer zu stehen.

Über den Wolken muss es nicht immer Champagner sein. (Symbolbild) Foto: dpa
Über den Wolken muss es nicht immer Champagner sein. (Symbolbild) Foto: dpa

Stuttgart - Ihr Durst auf Champagner ist eine 44-jährige Flugpassagierin teuer zu stehen gekommen. Weil die Schweizerin im Flieger auf der Strecke von Moskau nach Zürich randalierte, landete der Pilot mit dem Airbus A 320 am Samstag gegen 19.40 Uhr in Stuttgart zwischen. Die Staatsanwaltschaft verfügte, dass die Frau eine Sicherheitsleistung für das dräuende Verfahren in Höhe von 5000 Euro hinterlassen muss. Damit noch nicht genug: Der Fluggesellschaft seien durch den außerplanmäßigen Stopp Kosten in Höhe von mehreren Zehntausend Euro entstanden, meldet die Polizei. „Das wird ihr ebenfalls in Rechnung gestellt“, sagte ein Polizeisprecher.

Die Frau wird handgreiflich gegenüber der Besatzung

Die Frau, die Businessclass flog, habe sich den gesamten Flug über gegenüber der Besatzung aggressiv verhalten. Sie habe lautstark Champagner verlangt. Das Personal entschied, ihr keinen weiteren Alkohol mehr auszuschenken, nachdem sie schon etwas zu trinken bekommen hatte. Die Schweizerin mit russischen Wurzeln war darüber erbost und stapfte im Flugzeug auf und nieder. Sogar der Pilot wurde eingeschaltet, um die Champagner-Trinkerin wieder zur Vernunft zu bringen. Auch er konnte sie nicht beruhigen. Als ein Besatzungsmitglied die Frau zu ihrem Platz zurückführen wollte, wurde sie handgreiflich und zerrte an dessen Handgelenk.

Aus Sicherheitsgründen entschied der Pilot danach, den Stuttgarter Flughafen anzusteuern, um eine Eskalation zu vermeiden. Beamte der Bundespolizei nahmen sie dort in Empfang. Die verhängte Sicherheitsleistung konnte die Frau bar begleichen. Der Pilot weigerte sich, die Frau nach dem Zwischenstopp wieder mitzunehmen. Wie hoch die Zusatzkosten der Fluggesellschaft genau sind, ist laut der Polizei noch nicht bekannt. Es werde noch berechnet.

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